Maxim Lapierre freut sich schon auf die neue Saison. Foto: City-Press

Als erster Nordamerikaner ist EHC-Stürmer Maxim Lapierre (35) nach der langen Corona-Zwangspause wieder in der Stadt eingetroffen. Neben der Vorfreude hat das auch einen familiären Grund: Tochter Milya ist jetzt Erstklässlerin. „Es ist gut, sich in Berlin niederzulassen“, erzählte er im Interview mit den Eisbären.

Für den kanadischen Routinier, der in der vergangenen Saison, die ja bekanntlich nach der Hauptrunde endete, elf Tore erzielte und 23 Treffer vorbereitete, ist die Rückkehr auch der Neustart nach einem ungewöhnlichen Sommer. „Es ist das erste Mal, dass ich zu nichts mehr Zugang hatte – wo auch immer, ob es die Eishalle war, das Training. Im Grunde genommen waren wir monatelang nur im Lebensmittelgeschäft. Wir waren sonst über den ganzen Sommer zu Hause“, erzählt er über die Zeit in Montreal.

Damit die Langeweile nicht zu groß wird, hat er zusammen mit seinem ehemaligen NHL-Kollegen Guillaume Latendresse den Podcast „La Poche Bleue“ gestartet. Insgesamt 40 Sendungen wurden produziert. „PC wäre der perfekte Gast für diese Saison“, scherzt Lapierre.

Vor allem freut er sich, bald wieder mit den EHC-Kollegen aufs Eis zu gehen, mit denen er auch in den vergangenen Monaten in Kontakt stand. Prognosen, wie gut das Zusammenspiel nach der langen Pause läuft, will er noch keine wagen. „Wir machen erst einmal den Schritt und fangen an zu spielen“, sagt er. „Wir müssen einfach geduldig sein und sie Situation verstehen, dass alle so lange nicht gespielt haben und die Routine nicht die gleiche ist.“

Auch der Saisonstart könnte etwas holprig werden, warnt Lapierre. „Es wird nicht wie in jeder anderen Saison sein, in der man den ganzen Sommer auf dem Eis war, ins Trainingslager geht und man eine Reihe von Vorbereitungsspielen spielt.“ Dennoch hat er sich ein großes Ziel gesetzt: „Ich will die Meisterschaft gewinnen, bevor eines Tages alles vorbei ist.“ Das klingt doch nach einem Auftrag, wenn es dann im November hoffentlich losgeht.