Eisbär Marcel Noebels wird von Kölns Landon Ferraro verfolgt.  Foto: City-Press

Das ist echt Meister-like. Die Eisbären spielten gar nicht und rückten mit ihren 50 Punkten trotzdem an die DEL-Tabellenspitze. Zuletzt zogen die Berliner mit einem 3:1-Sieg von den Haien aus Köln drei Punkte an Land. Für Marcel Noebels (29) längst nicht nur ein Spiel gegen einen Rivalen. Als Marcel vor vier Jahren gleich zu Saisonbeginn das Kreuzband riss, begann in Köln die zweite Karriere.

„In solchen Momenten brauchst du nämlich echte Freunde und Helfer. Die fand ich damals ausgerechnet bei unserem Dauer-Konkurrenten in Köln. Die Haie unterstützen mich mit ihrer Reha-Klinik, wo sie nur konnten. Dadurch kam ich nach fünf Monaten Pause wieder gut auf die Beine. Eishockey ist eben nicht nur Rambazamba mit wilden Checks und schnellen Fäusten.“ Denk Noebels heute an Köln, empfindet er tiefe Dankbarkeit: Eishockeyspieler sind in der Mehrzahl echt solidarisch.

Noebels empfindet tiefe Dankbarkeit

Morgen laufen die Eisbären in Krefeld zwischen die Banden. Dort will Marcel sein Punktekonto von 31 (zehn Tore) Zählern weiter aufstocken. Marcel scheint manchmal allerdings zu selbstlos, wenn er zu einem Nebenspieler die Scheibe passt, obwohl er selbst den Puck gut und gern in Richtung Tor jagen könnte.

In diesem Zusammenhang bringt der Nationalspieler Krefeld ins Spiel, wo vor 23 Jahren alles mit dem Puckspiel begonnen hat: „Bereits als Schüler hat mir unser damaliger Trainer Peter Kaczmarek beigebracht, dass Eishockey ein Mannschaftsspiel ist. Nur wenn wir zusammen spielen, lassen sich Siege einfahren. Der Finalpass ist immer das Herzstück eines Angriffs. Dieser Lehrsatz ist mir in Fleisch und Blut übergegangen“, sagt Noebels, gibt aber zu: „Manchmal müsste ich schon egoistischer sein. Vielleicht hätten wir dann das eine oder andere Tor mehr geschossen. Aber keiner kann aus seiner Haut.“

In Krefeld Tabellenspitze verteidigen

Um die Tabellenspitze zu verteidigen, sollte in Krefeld schon ein Sieg herausspringen. Das sieht auch Marcel Noebels so: „Nach unseren beiden Siegen gegen Schwenningen und Köln, müssen wir noch zwei oder drei weitere Siege vor einer nächsten Niederlage dranhängen, um uns wieder Respekt zu verschaffen und wenn wir sicher unter den Top-Vier der Hauptrunde landen wollen.“ Auf geht’s.

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