Die Eisbären Leon Gawanke und Mathias Niederberger harmonieren auch im DEB-Dress. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Für Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer (54) waren die letzten Tage ein großer Erfolg. Dass der Deutschland Cup in Krefeld eine Art Wiedererwachen aus dem Corona-Schlaf ist, zum einen. Er sagt: „Es ist gut zu sehen, dass Eishockey wieder da ist.“ Zum anderen, weil die EHC-Profis in der A-Nationalmannschaft und im Top Team Peking zu überzeugen wussten. „Es war natürlich sehr erfreulich, so viele Eisbären auf dem Eis zu sehen.“

Von Stürmer Marcel Noebels (28) und Torwart Mathias Niederberger (27) ist man Glanztaten im DEB-Trikot gewohnt. Dass Leon Gawanke (21) bei seinen ersten Länderspielen derart überzeugen konnte, bestätigt die hohe Meinung, die sie bei den Eisbären von ihm haben. Richer: „Er ist ja noch jung, aber er hat schon die Erfahrung eines Erwachsenen. Er trifft viele gute Entscheidungen.“ Der Verteidiger, der aktuell vom NHL-Klub Winnipeg Jets an seinen Heimatverein ausgeliehen ist, hatte nach dem verlorenen Finale gegen Lettland (2:3 n. V.) gesagt: „Anfangs war ich schon sehr nervös, aber das hat sich dann gelegt.“

Richer hebt zudem Haakon Hänelt hervor. Der 17 Jahre alte Stürmer lief bislang für die U18 auf, empfahl sich mit forschen Auftritten und einem Tor bereits für die kommende U20-WM. „Er hat das richtig gut gemacht“, lobt Richer. „Wir sehen ja bei Lukas Reichel, wie gut du dich entwickeln kannst, wenn du die richtigen Mitspieler hast.“

Ab sofort liegt der Fokus wieder ganz auf den Bären. Denn am Mittwoch startet der MagentaSport Cup, am Freitag empfängt der EHC im Wellblechpalast die Schwenninger Wild Wings (19.30) – bekanntlich leider ohne Fans.