Ex-Kapitän André Rankel mischt wieder richtig mit bei den Eisbären – als Cheftrainer der Sommer- Vorbereitung. Imago/nordphoto

André Rankel schießt wieder Tore. Allerdings nicht um nach sieben Deutschen Meistertiteln den achten abzuholen. Vielmehr fühlt der einstige Torjäger den aktuellen Keepern Tobias Ancicka und Nikita Quapp jeweils ein bisschen auf den Zahn, wie die Jungs im Training ihre Kiste absichern.

„André Rankel ist unser verantwortlicher Trainer für das Sommer-Eistraining“, erklärt EHC-Sportdirektor Stephane Richer die neue Aufgabe des ehemaligen EHC-Mannschaftskapitäns. Der einstige Starstürmer führt mit 247 Toren bei 865 Spielen immer noch die Torjägerliste der Eisbären an. Vor zwei Jahren musste der Ur-Berliner wegen einer schweren Schulterverletzung den Schläger aus der Hand legen.

Eisbären-Inventar kurvt wieder im Welli

Natürlich nicht für immer, wie man im „Welli“ beobachten kann. Der 37-Jährige steckt zwar nicht mehr im Eisbärenfell. Er weiß aber genau, was zu tun ist, um erfolgreich auf Torjagd gehen zu können. Rankel startete gerade das letzte Studienjahr als zukünftiger Sportfachwirt.

Das Sommertraining mit den Profis als Chef und das Praktikum während der Saison an der Seite hauptamtlicher Trainer wie Serge Aubin, Craig Streu, Sebastian Elwing oder Jochen Molling (U20) gehören zu seinem Studium. Was der einstige Puck-Oldie auf dem Kasten hat, darüber staunt Eisbär Marco Baßler: „Das Sommer-Training bei Rankel ist eine andere Nummer, als ich diese Zeit bisher in Landshut und Straubing erlebt habe. Hoffentlich wirkt sich das auf meine Form entsprechend aus.“

Eisbären-Jungstars hoffen auf Schub durch Rankel

Neben den Stammprofis holte Rankel auch die Jungs vom Deutschen U20-Meister mit aufs Eis. „Die Jungen sind in ihrer Altersklasse Spitze, aber wenn sie mit Eric Mik, zweimal Deutscher Meister, trainieren, merken sie schnell, was ihnen noch fehlt“, bewahrt André die Jungeisbären vor dem Abheben.

Etwas neidisch schaut Haakan Hänelt an seinem gestrigen 19. Geburtstag beim Eistraining zu, ehe er einsam im Kraftraum die Muskeln spielen ließ. Der Stürmer kam am Sonntag nach einem Jahr aus Kanada zurück. „Meine Schläger sind angekommen, aber mein Gepäck mit der Ausrüstung und den Schlittschuhen hängen noch irgendwo über dem Atlantik“, erklärt Haakan seine Zuschauerrolle.

Eisbären-Klamotten auf Flug verschollen

Bis nächste Woche dürfte das Gepäck gelandet sein. „Dann beginnt unser gemeinsames Trainingslager mit den Trainern der Los Angeles Kings und den Nachwuchsspielern von den Eisbären sowie aus ganz Europa“, verrät uns Trainer Serge Aubin. Nach der Power-Woche entscheiden die Eisbären, wen sie neben Eric Hördler, Nikita Quapp und Maximilian Heim vielleicht noch mit einem Profivertrag ausstatten.

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