Die Gasag schmückt seit 25 Jahren die Brust der EHC-Profis. Foto: City-Press

Am Montag gibt es Grund zu feiern für die Eisbären. Auf den Tag genau vor 25 Jahren unterschrieben die Bären und die Gasag den Sponsoringvertrag. Manager Peter Jon Lee (64) sagt: „Ich bin im Winter 1995 als Spieler nach Berlin gekommen, seitdem ich hier bin, haben wir diesen Hauptsponsor. Im Profisport gibt es das ganz selten.“ Im Bristol Hotel Kempinski am Kudamm gibt es dazu einen Empfang.

Diese Feierlichkeiten werden aber nicht ganz so ausgelassen stattfinden, wie es in normalen Zeiten der Fall gewesen wäre. „Corona hat alles durcheinandergewirbelt“, sagt Lee. Auch beim Eisbären-Besitzer Anschutz Entertainment Group (AEG) in Los Angeles. Bereits im April schwor AEG-Geschäftsführer Dan Beckerman die Mitarbeiter auf schwere Zeiten wegen der Krise ein. Denn wo keine Events stattfinden, gibt es auch keine Einnahmen.

Obwohl dank Kurzarbeit und Gehaltsverzicht viele Jobs in Berlin gerettet wurden, hat es dann im Sommer auch hier eingeschlagen. Im Juni verließ der Geschäftsführer der Mercedes-Benz Arena das Unternehmen, in der vorletzten Woche erhielt dann Pressesprecher Daniel Goldstein überraschend seine Kündigung. Was die Fanszene natürlich aufschreckte, denn er war ein Gesicht des Klubs, galt als Bindeglied zwischen den Anhängern und der Geschäftsstelle. EHC-Boss Lee erklärt: „Mir tut das persönlich sehr leid, aber wir müssen auch bei der Kommunikation Synergien bilden.“

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ist die ganze Liga nervös, ob der geplante Neustart am 13. November mit zumindest einigen Zuschauern klappt. Lee sagt: „2021/22 sind wir hoffentlich wieder auf einem guten Weg. Jetzt müssen wir sehen, dass wir alle Mannschaften über den Berg bringen und die Liga überlebt.“