Gut so: Eisbär Landon Ferraro trifft in Nürnberg doppelt und bemängelt trotzdem die Chancenverwertung. Foto: City-Press GmbH/Mathias Renner

Nach fünf Siegen in Folge verloren die Eisbären 3:5 in Nürnberg. Kein Drama. Denn trotz der Pleite stimmte auch bei den Eistigern das große Ganze. Was fehlte, war nur ein kleiner Tick Konzentration.

Dieses Gefühl zieht sich schon durch die komplette Saison. Fokussieren sich die Bären 100-prozentig auf ihr Spiel, sind sie kaum aufzuhalten. Wenn sie den Sieg unbedingt wollen, dann holen sie ihn auch. Diese unbändige Energie, die sie dann aufs Eis bringen können, ist bis in die letzte Ecke jeder Puck-Arena der Republik zu spüren.

Beste Beweise sind Erfolge gegen die Top drei der Liga, das Zurückkommen nach erheblichen Rückständen oder Antworten nach peinlichen Patzern. Diese so wichtige Fähigkeit weckt große Hoffnungen für die Play-offs.

Aber dieses Wissen um die eigene Stärke führt auch schnell mal zum Gedanken: Wir wuppen das schon irgendwie. Und der ist in dieser ausgeglichenen Liga fast schon tödlich. Siehe Nürnberg. Trainer Serge Aubin: „Nürnberg hat uns für jeden Fehler, den wir gemacht haben, einen hohen Preis zahlen lassen. Es war eines dieser Spiele, aus denen man lernen muss.“ Klar, dass die Forderung nach vollster Konzentration nicht umsonst Aubins liebste ist.

Fünf Spiele sind es für die Eisbären noch in der Hauptrunde. Genug, um eine neue Siegesserie hinzulegen. Genug, um sich noch mal zu verdeutlichen, dass eigenes Nachlassen bestraft wird. In den anstehenden Play-offs noch gnadenloser als bisher schon.