Tine Braun schob bei den Eisbären zuletzt immer öfter Frust.  Foto: City-Press

Da kommt das Fan-Herz schon aus dem Takt: Meister-Eisbär Constantin Braun (32/fünf Titel) verlässt den EHC. Der stürmende Verteidiger wird nach Krefeld ausgeliehen. Jetzt ist Kapitän Frank Hördler der letzte, der weiß, wie sich Titel mit den Eisbären (insgesamt sieben) anfühlen.

Erst Jens Baxmann (jetzt Iserlohn) aussortiert, Florian Busch wird seit seiner Kopfverletzung Ende 2017 zwar im Kader geführt, aber wohl nie mehr auf dem Eis sein, André Rankel (alle 35/aussortiert und Karriereende), jetzt Tine. Die Helden haben ausgedient ... Und: Nachdem Maxim Lapierre (35) völlig überraschend die Karriere beendete, geben die Bären weiter Erfahrung ab und verlieren mit Tine eine Identifikationsfigur.

Voller Tatendrang, aber ohne Perspektive

Einen, der immer alles gab. Einen, den die Fans lieben.  Sport-Boss Stéphane Richer (54) kommentiert Brauns Abschied eher nüchtern: „Constantin kam mit dem Wunsch einer Ausleihe auf uns zu. In Krefeld hat er die Chance, mehr Eiszeit zu erhalten. Wir wollten ihm natürlich keine Steine in den Weg legen.“ Klingt eher nach schnödem Geschäft als nach der einst so tollen Eisbären-Familie ...

Aber klar: Richtig rund lief es für Braun zuletzt nicht, eine echte Perspektive in der Mannschaft von Cheftrainer Serge Aubin sah der Haudegen nicht mehr. Aber Tine ist immer noch voller Tatendrang. Er sagt: „Meine Rolle innerhalb des Teams entspricht leider nicht der, die ich mir vorstelle. Ich habe den Anspruch, eine tragende Rolle zu übernehmen.“ Die traute man ihm beim EHC anscheinend nicht mehr zu ...