Frans Nielsen (l.) genießt bei der Saisonabschlussfeier seinen letzten Auftritt als Eisbär in Berlin, Giovanni Fiore hält ihm den Meister-Pokal. Foto: City-Press/Moritz Eden

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht … Nach dem neunten Meister-Titel und den ausgiebigen Feierlichkeiten haben längst noch nicht alle Eisbären jetzt wohlverdienten Urlaub. Denn ab Freitag ist WM und Bundestrainer Toni Söderholm baut fürs Turnier in Finnland (13. bis 29. Mai) natürlich auch auf Meister-Spieler.

Söderholm gibt am Montag sein Aufgebot bekannt. Sicher dabei sind die NHLer Moritz Seider (Detroit), Tim Stützle (Ottawa) und Torwart Philipp Grubauer (Seattle) sowie AHL-Stürmer Marc Michaelis (Toronto Marlies). Mal sehen, mit welchen DEL-Finalisten aus München und Berlin der Finne plant.

Fünf Eisbären ab zur WM?

Geht es nach der aktuellen Form, müssten die Meister-Helden mit Hexer Mathias Niederberger, Jonas Müller, Kai Wissmann, Leo Pföderl (wenn seine Leiste die Belastung mitmacht) und Marcel Noebels auf seinem Zettel stehen.

Für einige andere Eisbären werden die nächsten Tage auch spannend: Es geht um den Kader für die neue Saison. Sportdirektor Stéphane Richer gibt sich ziemlich zugeknöpft, wenn er nach Zu- und Abgängen gefragt wird: „Wir wollten die Spieler erst mal feiern lassen. Das haben sie sich verdient. Es steht noch nichts fest. Wir sprechen erst in dieser Woche mit den Spielern.“

Eisbär Frans Nielsen sagt Tschüss

Fakt ist, dass Zauberhändchen Frans Nielsen (38, 949 NHL-Spiele) die Schlittschuhe auszieht. Der Däne nahm bei der Saisonabschlussfeier am Sonnabend schon mal Abschied von Berlin, ließ sich auch von den bittenden Fans nicht zum Umdenken bewegen: „Ich danke den Eisbären, durch sie konnte ich meine Karriere mit einem Meistertitel beenden.“ Zu dem er mit zwölf Hauptrunden- und drei Play-off-Toren entscheidend beitrug.

Fehlen werden in der neuen Saison wahrscheinlich auch Dominic Bokk (22) und Johan Södergran (22), die von ihren NHL-Teams Carolina Hurricanes bzw. Los Angeles Kings nur ausgeliehen waren und wohl zurück müssen.

Marco Nowak wird ein Eisbär

Ein riesiges Loch hinterlässt bei den Berlinern auf alle Fälle Super-Goalie Niederberger (29), den es nach München zieht. Als sein Nachfolger wird immer wieder Münchens Norweger-Krake Henrik Haukeland (27) heiß gehandelt.

Dagegen stehen die Zugänge von Stürmer Jan Nijenhuis (20, Wolfsburg) und Nationalverteidiger Marco Nowak (31, Düsseldorf) fest. Wahrscheinlich erhalten auch ein, zwei Spieler der U20-Meistermannschaft der Juniors einen Förderlizenzvertrag mit Spielmöglichkeiten in Berlin und Weißwasser.

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