Uwe Krupp zeigt in Köln an, wo es lang geht. Foto: Daniel Karmann/dpa

Berlin - Berlin Sportlich geht es für die Eisbären in Köln am Freitag (19.30) um Nichts mehr. Dass   Ex-Coach Uwe Krupp   (54) allerdings zum zweiten Mal in seiner Trainerkarriere bei den Haien anheuerte, gibt der Partie natürlich eine gewisse Brisanz.

EHC-Topstürmer Marcel Noebels (27) ist überzeugt, dass Krupp seine Spieler so richtig anstacheln wird. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie es war, als wir damals gegen Köln gespielt haben“, sagt er. „So wie ich ihn kenne, wird er an die Tafel schreiben, dass die Jungs noch etwas in die Mannschaftskasse bekommen. Er ist ja noch nicht allzu lange weg.“

Zumal die Trennung nicht ganz einvernehmlich ablief. Das Verhältnis zu EHC-Sportdirektor Stéphane Richer gilt als angespannt, es gab hinterher widersprüchliche Aussagen, warum man sich nach dem Fast-Titel 2018 nicht auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen konnte.

Eisbären-Trainer warnt vor den Kölnern trotz Horrorsaison

Aktuell könnte die Stimmungslage bei den Klubs unterschiedlicher nicht sein. Während es die Bären kaum abwarten können, in die Play-offs zu starten, wollen die Kölner diese Horrorsaison, die am Sonntag für sie endet, so schnell wie möglich vergessen. EHC-Trainer Serge Aubin (45) sagt: „Sie haben etwas zu beweisen, für uns geht es darum, in Schwung zu bleiben.“

Weil jetzt noch mal die Gelegenheit dazu besteht, die eine oder andere Blessur auszukurieren, bekommen John Ramage (29), Maxim Lapierre (34), PC Labrie (33) und Keeper Justin Pogge (33) eine kleine Auszeit. Thomas Reichel   und Eric Mik (beide 20) fahren mit nach Köln. Im Tor darf Sebastian Dahm (33) mal wieder ran. 

An ein entspanntes Trainingsspiel ist natürlich trotzdem nicht zu denken. Aubin sagt: „Köln hat die letzten drei Spiele gewonnen, sie haben einen guten Coach.“ Zudem will der Kanadier die letzten zwei Hauptrunden-Spiele dazu nutzen, Kleinigkeiten zu verbessern. Und Noebels kann immer noch bester DEL-Scorer der Hauptrunde werden. 48 Punkte hat er gesammelt, vier fehlen ihm zur Spitze.