So wie hier Blaine Byron rutschen die Eisbären auch gegen Düsseldorf zu Hause schon wieder aus. Foto: City-Press/Marco Leipold

Meisterlich sind bei Heimspielen des Meisters bisher nur die Titel-Banner unterm Hallendach. Viermal wollten die Eisbären die maximal erlaubten 6450 Fans in der MB-Arena mit einem Sieg beglücken, viermal scheiterten sie. Stürmer Marcel Noebels spricht aus, was alle denken: „Er wird Zeit für den ersten Heimsieg.“

Bevor dieses Unternehmen angegangen werden kann, steht am Sonntag erst mal das Spiel bei den Bietigheim Steelers an (17 Uhr). Auswärts hat der EHC eine weiße Weste. Aber der Aufsteiger wird sich garantiert gegen den aktuellen Titelträger reinhauen wie noch nie.  

Lugano ist ein Frei-Spiel

Ist die Hürde gemeistert, haben die Bären in Sachen Heimsieg quasi ein Frei-Spiel. Dienstag (19 Uhr) ist Champions League gegen Lugano. Da international so gut wie nichts mehr geht, könnten Noebels & Co. eigentlich frei aufspielen.  

Nur: Ein Erfolg gegen die Schweizer wäre schön, zählt aber nicht so richtig bei der Bewältigung des Heim-Fluchs. Nach dem Auftritt Freitag in Nürnberg (19.30 Uhr) schlägt dann Sonntag die Stunde der Wahrheit.

Kölner Haie als Wahrsager

Nach München (1:4), Mannheim (0:3), Wolfsburg (2:3 n.V.) und Düsseldorf (1:3) kommt mit den Kölner Haien der nächste starke Gegner (14 Uhr). Zugegeben: Bis dahin ist noch viel Eis zu bespielen, wird einiges passieren.

Aber die unerklärliche Heimschwäche  schwebt über dem Team, bis der fiese Bann gebrochen ist. Trainer Serge Aubin ist erfahren genug, um die Situation zu meistern. Er weiß: „Natürlich ist es enttäuschend, manchmal hat mal als Mannschaft solche Phasen.“

Rezept ist keine Hexerei

Gegen die DEG hieß das: „Wir sind langsam ins Spiel gestartet und unser Überzahlspiel war nicht gut genug.“ Marcel Noebels stimmt zu: „Wir wollten gut aus der Kabine kommen, das ist uns nicht gelungen. Es fehlte die Laufbereitschaft, wir waren nicht konsequent genug am Mann.“

Aubins Rezept gegen die aufziehende Krise ist kein Hexenwerk, sondern Eishockey-Abc: „Wir müssen einfacher spielen und jeder Einzelne muss sich mehr einbringen.“