Haben viel im Kraftraum trainiert und freuen sich jetzt, wieder auf dem Eis zu sein: Kai Wissmann (vorne) und Jonas Müller. Foto:  Imago Images

Es war nur ein kleiner Schritt zurück zur Normalität, aber doch sorgte er dafür, dass bei den Eisbären am Montag ziemlich gute Stimmung herrschte. Zum ersten Mal, seitdem die strengen Regeln zur Corona-Bekämpfung gelockert wurden, durften die EHC-Profis in Hohenschönhausen wieder aufs Eis gehen. Ohne Trainer, ohne die Kollegen aus Übersee, ohne taktische Vorgaben, einfach nur, um mal wieder auf den Schlittschuhen zu stehen und zu spüren, was so lange gefehlt hat.

Kai Wissmann (23) sagt: „Das war wirklich mal wieder schön und auch wichtig, um sich wieder ans Eis zu gewöhnen.“ 15 Minuten laufen, schießen, passen, zum Abschluss ein 3-gegen-3-Spiel, das stand auf dem Programm. „Wir können ja nicht gleich mit Vollgas loslegen, dann verletzen wir uns sofort.“ Das Mannschaftstraining soll erst im September wieder starten.

Lukas Reichel (18) war zuletzt mit der U20-Nationalmannschaft im Einsatz, sammelte also sogar Spielpraxis. Die ersten ungewohnten Gefühle, die nach einer langen Sommerpause normal sind, hat er schon verdaut. „Ich fühlte mich anfangs fast dick“, erzählt er. Die vergangenen Wochen habe er intensiv genutzt, um Kraft aufzubauen. „Jetzt fühlt sich das schon wieder richtig gut an.“ Mit den meisten Kollegen stand er zuletzt am 8. März auf dem Eis.

Obwohl die Bären nun wieder dreimal die Woche individuell aufs Eis dürfen, ist die Pandemie allgegenwärtig. In der Kabine muss immer ein Platz zwischen den Spielern frei bleiben. „Deshalb sitze ich jetzt auf dem Platz von Maxim Lapierre“, so Reichel. Zuschauer, die gerne mal beim Training vorbeischauen, sind nicht zugelassen.