Wieder klingelt es im Bären-Kasten. Keeper Tobias Ancicka schaut dem Puck hinterher. 
Wieder klingelt es im Bären-Kasten. Keeper Tobias Ancicka schaut dem Puck hinterher.  imago/kolbert-press

Die Eisbären laufen derzeit nur als Schatten eines Meisters über das Eis. Nach der 1:4(0:1, 0:1, 1:2)-Schlappe in München lauert Freitag in der MB-Arena (19.30 Uhr) kein Geringerer als die Adler aus Mannheim. „Wir müssen wieder besser spielen“, fordert Trainer Serge Aubin.

Zur Ehrenrettung muss aber auch gesagt werden, dass der Meister Spitzenkräfte wie Blain Byron (56 Scorerpunkte), Frans Nielsen, Dominik Bokk oder Kai Wissmann verloren hat. Neulinge wie Jan Nijenhuis, Marcel Barinka oder Marko Novak können die ehemaligen Stars noch nicht ersetzen. Zudem spielen die einst besten Eisbären wie Austin Ortega, Ryan McKiernan und natürlich Torwart Mathias Niederberger jetzt bei den Bullen.

Oldie Frank Hördler (37) ist der beste Mann in der Defensive der Eisbären

Wenn Oldie Frank Hördler (37) in seiner 19. DEL-Saison der zuverlässigste EHC-Verteidiger ist, müssen seine Mannschaftskameraden schnell auf Power umschalten. Jonas Müller: „Wir haben vom Start weg zu viele Fehler gemacht. München hat das eiskalt genutzt. Im Mitteldrittel sind wir besser in die Partie gekommen. Wir müssen aber über die gesamte Spielzeit besser verteidigen. Daran müssen wir gegen Mannheim unbedingt denken.“ Hoffentlich! An Torwart Tobias Ancicka hat die Niederlage nicht gelegen. Im Gegenteil: Er hat eine noch deutlichere Klatsche mit tollen Paraden vermieden.

Im ICE von München nach Berlin blieben den Eisbären vier Stunden Zeit, um eine siegbringende Strategie zu erarbeiten. Sätze wie „Ich bin stolz. Wir haben unser bestes Eishockey gezeigt“ von Münchens McKiernan wollen die Eisbären-Fans von den Adlern möglichst nicht hören. Die Mannheimer laufen in Berlin nach einem Erfolgserlebnis auf. Sie retteten auf eigenem Eis einen 3:2-Sieg gegen Straubing nach Penaltyschießen. Weiter verletzt sind die Eisbären Branden Guhle, Leo Pföderl und Yannik Veilleux. Sie können noch nicht wieder mitmischen. Es wird also Freitag höchste Zeit, dass die Neuen langsam auftauen, Matt White endlich seine Form wiederfindet und Bennet Roßmy zeigt, was er im NHL-Camp der LA Kings gelernt hat.

Hammerprogramm der Eisbären: sechs Spiele in acht Tagen

Mit dem Spiel am Freitag beginnen für die Eisbären wahre Stresstage. Auf Mannheim folgt am Sonntag die Partie gegen Düsseldorf in der MB-Arena. Dienstag gibt die NHL durch den EHC-Test gegen die San Jose Sharks eine Visitenkarte ab. Nur einen Tag später lauert im „Welli“ Mountfield Hradec Kralove aus Tschechien in der Champions League auf die Eisbären. Weitere zwei Tage später muss der Meister in Ingolstadt ran. Sechs Spiele in acht Tagen. Ein bisschen irre ist so ein Spielplan schon. Auch für die Fans, die binnen sieben Tagen viermal das Portemonnaie zücken müssen.

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