Dominik Kahun verpasste mit Edmonton das Viertelfinale der NHL, reiste zur WM nach. Foto: Imago/Icon SMI

Puh, jetzt wird das Erreichen des Viertelfinals bei der Eishockey-WM in Riga fürs deutsche Team doch noch zur Zittereinlage. Beim 1:2 gegen Weltmeister Finnland fehlte wieder nicht viel. Umso größer ist der Frust. Kopf hoch, Jungs!

Nach dem grandiosen Start mit drei Siegen aus drei Spielen (darunter das 3:1 gegen Kanada) braucht das Team von Bundestrainer Toni Söderholm aus den noch ausstehenden Begegnungen gegen die USA (heute, 15.15 Uhr) und Gastgeber Lettland (morgen, 19.15 Uhr/beide Sport1) noch einen Erfolg zum Erreichen des Minimalziels.

Reine Kopfsache

Frühere DEB-Cracks hätten sich nach einem 1:2 gegen den amtierenden Champion auf die Schulter geklopft. Heutzutage ist das anders. Söderholm nach der Schlacht gegen seine Landsleute: „Wir sind frustriert, wir haben einen höheren Anspruch mittlerweile.“

Doch plötzlich geht es nicht mehr darum, was beim Turnier alles möglich ist, plötzlich gibt es auch die Möglichkeit des frühen Scheiterns. Deshalb weiß Söderholm: „Es ist auch eine Kopfsache.“  

Reichel wieder dabei

Gegen die Finnen fehlte es vor allem bei der Präzision in den Schüssen und an ein wenig Tempo im Angriff. Dafür könnten heute zwei Spieler sorgen. Meister-Eisbär Lukas Reichel ist nach dem kassierten Kopfcheck gegen Kasachstan wohl wieder dabei.

Olympia-Silberheld Dominik Kahun, nach dem NHL-Aus mit Edmonton angereist, hat die Quarantäne hinter sich. DEB-Sportboss Christian Künast: „Es ist super für uns, dass er gekommen ist.“ Das glaubt auch Eisbären-Torjäger Leo Pföderl: „So einen Spieler kann jede Mannschaft gut gebrauchen.“ Auf geht’s!