Eric Hördler trifft gegen Köln, steuert zum DNL-Meistertitel 15 Tore und 16 Assists in 35 Spielen bei. City-Press/Mathias Renner

Die Eisbären sind ja insgesamt eine große Familie. Im Speziellen gilt das jetzt auch wörtlich: Erst verlängerte Kapitän Frank Hördler (37) beim Meister, jetzt nahm der EHC seinen Sohn Eric (17) unter Vertrag. Der nächste Schritt zum großen Traum, den beide haben: zusammen für die Eisbären zu spielen.

Eric ist Stürmer, der älteste Stammhalter des Verteidigers, der als einziger Spieler bei allen neun Meistertiteln des EHC dabei war. Dass er die Jagd auf Nummer 10 jetzt mit dem Filius, der von DNL-Meister Eisbären Juniors aufsteigt, angehen kann, macht die Vaterbrust noch breiter: „Ich bin stolz auf Eric. Er hat sich den Vertrag ganz allein durch Fleiß erarbeitet.“

Der ganze Stolz des Papas: Eric Hördler mal ohne Helm und Gittermaske City-Press/Mathias Renner

Frank Hördler macht Garten zum Trainingsplatz

Auch der so Gelobte vermeidet nach der Vertragsunterschrift bewusst den Familiennamen: „Ich bedanke mich bei allen, die mir bis hierher geholfen haben.“

Da ist Papa Frank natürlich trotzdem ganz vorne dabei. Denn jetzt zahlt sich auch aus, dass Frank in Corona-Zeiten ein Stück des Hausgartens am Rande Berlins als kleines Trainingsgelände abgrenzte, Eric und dessen Bruder Jonas (14, spielt bei den U15-Juniors) auf ein kleines Tor wenigstens durch Schusstraining in Übung bleiben konnten.

Frank Hördler: „Familienspiele“ haben Tradition

Der Traum vom gemeinsamen Spiel ist bei den Hördlers Familientradition. Erics Opa Jochen trieb in Weißwasser, als die Füchse noch Dynamo hießen, den Puck. Nach der Wende erhielt Jochen Hördler (20 Länderspiele für die DDR) ein Angebot aus Selb und griff zu.

Die Familie zog nach Oberfranken und sorgte als Trio, wenn Jochen mit seinen Söhnen Frank und David auflief, immer wieder für Torjubel in der Oberliga. Fortsetzung folgt – bei den Eisbären.

Wie die Zeit vergeht: Im März 2010 kann sich Frank Hördler bei der Ehrenrunde nach dem 4:0 gegen Nürnberg seine Söhne Jonas und Eric (r.) noch locker unter die Arme klemmen. City-Press/Marco Leipold

Wenn auch für Frank wohl nur mit einem Sohn. Sportchef Stéphane Richer: „Eric ist ein Talent und bekommt von uns die Zeit, die er für seine Entwicklung benötigt.“ Klingt verdammt danach, dass in der kommenden Saison der Traum der Hördlers wahr wird.

Eisbär Maximilian Heim kehrt heim

Und: Mit Maximilian Heim (18) statten die Eisbären einen weiteren Spieler mit einem Förderlizenz-Vertrag aus. Heim durchlief alle Nachwuchsabteilungen des EHC, spielte zuletzt aber bei den Heilbronner Falken in der 2. Bundesliga. Richer: „Maximilian ist ein großes Talent und ein Juwel für die Zukunft.“ Der 18-Jährige kann zunächst in Berlin und Weißwasser spielen.

Lesen Sie hier mehr über die Eisbären >>