Kniet sich künftig für die Eisbären voll rein: Julian Melchiori. Foto: Imago/Eibner

Eisbären-Sportdirektor  Stéphane Richer läuft langsam heiß und arbeitet sich von Stadt zu Stadt vor. Dienstag machte er den Vertrag mit Nationalverteidiger Marco Nowak (31, kommt aus Düsseldorf) klar. Am Donnerstag kann er einen Doppelschlag vermelden: Top-Verteidiger Julian Melchiori (30) und Sturm-Talent Jan Nijenhuis (20) kommen von DEL-Konkurrent Grizzlys Wolfsburg zum Meister.

Melchiori (30 NHL- und 446 AHL-Spiele) ist mit seinen 1,95 m Körperhöhe und 101 Kilo nicht zu übersehen, für Wolfsburg stand er 110-mal auf dem Eis und war in seinen zwei Jahren in der Autostadt das Herz der Grizzlys-Defensive. Beim EHC unterschrieb der Eis-Schrank einen Zwei-Jahres-Vertrag und bekommt die Rückennummer 71.

Julian Melchiori hat Chef-Qualitäten

Mit Wolfsburg wurde er 2021 Vizemeister, 2022 war im Halbfinale gegen München Schluss. Den Titel räumten jeweils die Eisbären ab. Melchiori weiß genau, welch große Tür da für ihn aufgegangen ist: „Ich fühle mich geehrt, künftig neben absoluten Top-Spielern für einen solch geschichtsträchtigen Klub aufzulaufen. Ich freue mich sehr über meinen Wechsel zu den Eisbären.“

Mit dem Linksschützen ist Richer ein echter Coup gelungen. Deshalb freut er sich schon riesig auf den Mann mit Führungsqualitäten. Der EHC-Sportboss: „Julian ist ein Top-Spieler für uns. Er gehört zu den stärksten Verteidigern der Liga, ist physisch stark und ein sehr guter Eisläufer. Er hat bewiesen, dass er Verantwortung und viel Eiszeit übernehmen kann.“

Jan Nijenhuis ist schon ganz heiß

Da will Nijenhuis – erst mal ein Ein-Jahres-Vertrag, Rückennummer 9 – auch mal hin. Sein Wechsel ist ein Deal auf die Zukunft. Immerhin weiß der in München geborene Deutsch-Holländer aber schon, wie man Titel holt. Mit Mannheim wurde er zweimal DNL-Meister, sammelte zudem Erfahrungen bei diversen Nachwuchs-WM-Turnieren.

Jan Nijenhuis streicht in Sache Rückennummer künftig in Berlin einfach die Null weg … Foto: City-Press/Jan-Philipp Burmann

Richer: „Jan passt als junger, deutscher Spieler genau in unser Anforderungsprofil. Er ist äußerst talentiert, läuferisch und technisch sehr stark. Wir sind davon überzeugt, dass er bei uns den nächsten Karriere-Schritt machen wird. Zudem ist es auch sehr gut, einen weiteren deutschen U23-Spieler im Kader zu haben.“ In der DEL müssen drei solcher Talente auf dem Spielberichtsbogen stehen.

Nijenhuis platzt fast vor Vorfreude: „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung. Es ist eine große Ehre, für einen Klub wie die Eisbären zu spielen. Ich kann es kaum abwarten, vor den Fans in der Mercedes-Benz-Arena aufzulaufen.“ Hört sich super an.

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