Im Mai dieses Jahres führte Peter Regin sein Heimatland Dänemark bei der WM als Kapitän an.
Im Mai dieses Jahres führte Peter Regin sein Heimatland Dänemark bei der WM als Kapitän an. AP/Martin Meissner

Die Sommerpause ist vorbei, am Donnerstag ist offizieller Trainingsstart. Das Ziel der Eisbären ist klar: der dritte Titel in Folge. Damit das klappt, setzt der DEL-Rekordmeister wieder auf „Danish Dynamite“.

Peter Regin (36) soll die Lücke schließen, die sein legendärer Landsmann Frans Nielsen (38) in seinen nur acht Monaten hinterlässt, und ist der fünfte Däne in der EHC-Geschichte (vor Nielsen schon Mads Christensen, 35; Torwart Sebastian Dahm, 35; Nicholas Jensen, 33). Er hat eindeutig das Zeug dazu.

Der Topstürmer (1,88 m) spielte in den besten Ligen der Welt, kennt die NHL nach 243 Spielen in Ottawa, Chicago und mit den Islanders aus New York genauso gut wie die KHL. Mit Jokerit Helsinki kommt er da auf 294 Partien. In Schwedens Eliteserie schwang er 150-mal den Schläger, zuletzt in der Schweizer Meisterschaft für Ambri-Piotta.

Meisterschaft zusammen mit Frans Nielsen

Begonnen hatte alles einst daheim in Herning. Regin: „Dort habe ich in einer Mannschaft mit Frans Nielsen gespielt. Durch ihn habe ich viel über die Eisbären erfahren. Er hat nur Gutes erzählt und freut sich immer noch über den Titel. Es war ja erst seine zweite Meisterschaft.“

Daran will Regin natürlich anknüpfen: „Den dänischen Meistertitel habe ich zusammen mit Frans für Herning geholt. Ich habe mich natürlich auch für die Eisbären entschieden, weil ich in einem Team spielen wollte, das Meisterschaftspotenzial hat.“

Berlin ist eine Mischung aus New York und Montreal

Den Umzug aus der Schweiz nach Berlin empfindet der Center schon ein bisschen als Kulturschock: „Ambri ist eine kleine Stadt, alles ist sehr beschaulich. Berlin ist eine Millionenmetropole, in der immer etwas los ist. Für mich eine Mischung aus New York und Montreal. Aber genau in so einer Stadt will ich spielen.“

Ein bisschen Großstadtluft gönnte er sich schon bei einer ersten Schnuppertour. Seine volle Konzentration gehört aber den Eisbären.

Peter Regin: Mehr Zeit im Flieger als auf dem Eis

Lange Busfahrten zu den DEL-Spielen können ihn dabei nicht schrecken. Regin: „In Nordamerika düsten wir quer über den Kontinent stundenlang zu den Spielen. Mit Jokerit sind wir von Helsinki über acht Stunden nach Peking geflogen. Das nächste Spiel war dann zwei Tage später bei Admiral Wladiwostok, da sind wir dann wieder sechseinhalb Stunden geflogen. Die sechs Jahre bei Jokerit saß ich bestimmt länger im Flieger, als ich auf dem Eis spielte.“

Eine Bus- oder Bahnfahrt von Berlin zum ersten Saisonspiel am 18. September nach Nürnberg dürfte Regin vorkommen wie ein Heimspiel …

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