Torwart Mathias Niederberger (v.) und Marcel Noebels (Nr.92) hoffen, dass sie mit den Eisbären und dem Nationalteam gesund durchkommen. Foto: City-Press/Marco Leipold

Die Eisbären kurven in der Tabelle vorneweg, sorgenfrei sind sie trotzdem nicht. Beim 7:4 in Düsseldorf hatte Trainer Serge Aubin nur drei Sturmreihen zur Verfügung, am Sonntag gegen Nürnberg (14 Uhr, MB-Arena) wird das auch so sein.

Zach Boychuk (Unterkörper), Frans Nielsen (Folgen eines Kopf-Checks), Korbinian Geibel (Knie) sind verletzt, Manuel Wiederer, Bennet Roßmy positiv auf Corona getestet. Zudem musste am Freitag noch Yannick Veilleux kurzfristig passen.

Dünner Kader geht an die Substanz

Coach Aubin gibt die Richtung gegen die Ice Tigers vor: „Wir müssen bereit sein. Nürnberg ist eine gute Mannschaft mit großen Akteuren, die schwer zu spielen sind.“

Bereit heißt bei dünnem Kader vor allem auch körperlich auf der Höhe. Fitnesstrainer Daniel Mawer: „Bei vollem Line-up haben die Spieler nach einem Wechsel schon mal bis zu drei Minuten Zeit, sich zu erholen. Aktuell sind es aber manchmal nur knapp zwei Minuten.“

Das geht über kurz oder lang an die Substanz. Und bis zur Olympiapause Ende Januar sind es noch sieben Spiele. Zumindest auf dem Papier, denn Corona hat die Liga im Würgegriff. Zurzeit haben Iserlohn, Wolfsburg und München zu viele Infektionen, um spielfähig sein. Auch Bietigheim ist jetzt in Quarantäne.

Noebels: Die Angst fliegt mit 

Doch das Virus beeinflusst nicht nur das Tagesgeschäft, es wirft auch seine Schrecken voraus. Stichwort Olympia in Peking. Für Marcel Noebels ist ein Verzicht kein Thema: „Das ist die größte Bühne, die man erreichen kann und die es gibt.“

Trotzdem beschleicht den Eisbären-Stürmer ein mulmiges Gefühl: „Mit etwas Angst fliegt man schon rüber. Ich habe Familie, will auch gesund und heil wieder nach Hause kommen. Man kann nur beten.“

Niederberger sperrt sich ein

Eine Infektion kurz vorm Abflug verhindert die Teilnahme, ein positiver Test in China hätte eine mehrwöchige Isolation in Peking zur Folge. Noebels: „Das möchte absolut keiner.“

Mathias Niederberger will ganz auf Nummer sicher gehen. Der Torwart-Hexer: „Ich sperre mich jetzt die nächsten zwei Wochen zu Hause ein.“

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