Co-Trainer Craig Streu ist nicht nur während des Spiels für die Eisbären-Profis da, er hilft auch gern nach den offiziellen Übungseinheiten bei Extraschichten mit. Foto: City-Press/Sörli Binder

Olympia war gestern, jetzt ist DEL-Hauptrunden-Endspurt. Während viele Liga-Kontrahenten die Peking-Pause für Nachholspiele nutzten, stehen die Eisbären am Dienstag in Köln (19.30 Uhr) erstmals seit dem 23. Januar (3:1 in München) wieder um Punkte auf dem Eis. Damit es zum Re-Start gleich richtig flutscht, dafür gibt Craig Streu (53) alles. Der Co-Trainer: „Wir wollen da weitermachen, wo wir vor Olympia aufgehört haben. Die Form ist da.“

Dass das so ist, ist auch sein Verdienst. Streu kommt nach dem Üben fast immer als Letzter vom Eis, oft perlt ihm der Schweiß von der Stirn: „Ich zwinge keinen der Jungs, aber wenn einer nach dem offiziellen Training noch ein bisschen üben will, bin ich gern bereit, dabei zu helfen.“

Streu-Trikot unter dem Hallendach

Zuletzt droschen Marco Baßler (21) und Streu-Sohn Sebastian (22) nach der Einheit serienweise Pucks nach Vorlagen des Trainers ins leere Tor. Keine Kunst? Craig: „Sicher, aber die Richtung der Schüsse muss stimmen. Damit die Spieler auch im Wettkampf richtig zielen.“

Streus Leitspruch ist: „Willst du vorn mitspielen, musst du immer volle Power gehen.“ Das lebte er als Aktiver zuerst in Biggen (Saskatchewan) und von 2000 bis 2008 in Bremerhaven vor. Sein Trikot mit der 24 hängt bei den Pinguinen unterm Hallendach.

Seit 2015 bildet Streu (kanadische Mutter, deutscher Vater) mit Chefcoach Serge Aubin (47) ein Top-Duo. 2017 führten sie die Vienna Capitals zur Ösi-Meisterschaft, 2021 folgte der Titel mit dem EHC.

Streus Familie in Berlin vereint

Nicht nur auf dem Eis läuft es derzeit prächtig. Auch privat: „Im Moment ist unsere Familie in Berlin vereint.“ Neben Ehefrau Veronika (Fitness-Trainerin) ist auch Tochter Sydney (21) da. Eigentlich sollte sie mit „Disney on Ice“ in Schweden gastieren, aber wegen Corona geht da nichts.

Zur besonderen Freude der Familie Streu schlugen die Show-Artisten deshalb ihre Zelte für einige Zeit zum Training in der Hauptstadt auf.

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