Endlich, die Eisbären können nach dem Sieg gegen die Kölner Haie mit den Fans den ersten Heimsieg in der DEL feiern.  Foto: City-Press/Marco Leipold

Die Brocken, die von den Eisbären abfallen, sind bis nach Hohenschönhausen zu spüren ... 5:3 (0:1, 3:1, 2:1) vor maximal erlaubten 6450 Zuschauern in der MB-Arena in Friedrichshain gegen Köln gewonnen, Heimfluch auch in der DEL verjagt und einen NHL-Star geholt. Was für ein bäriger Sonntag.

Endlich, endlich ist es vollbracht. Im fünften Anlauf dürfen die Eisbären mit ihren Fans so richtig nach Herzenslust jubeln. Der Heimfluch ist verjagt. Nicht einfach so, sondern mit Schwung. Zwei Rückschläge (0:1 Üffing/5. und 1:2 Dumont/27.) stecken die Bären weg. Die Freude über Eric Miks erstes DEL-Tor (1:1, 26.) soll nicht die einzige des Tages sein.

Plötzlich  klappt das Powerplay

Weil das Powerplay funktioniert. Matt White bei 5 gegen 3 und Kevin Clark bei 5 gegen 4 drehen in nur zwölf (!) Sekunden der 38. Minute das Spiel. Yannick Veilleux packt mit dem 4:2 (42.) und 5:3 (57.) noch zwei Überzahl-Treffer drauf. Kölns Anschluss (Barinka, 44.) – geschenkt. Jubel pur.

Und es soll noch besser werden. Die Eisbären holen NHL-Haudegen Frans Nielsen (37). Der Dänen-Center (1,84 m, 85 Kilo) hat 15 Jahre – zehn bei den NY Islanders, fünf in Detroit – und 949 Spiele in der besten Liga der Welt auf dem Buckel, sammelte insgesamt 171 Tore und 311 Assists, unterschrieb beim EHC für ein Jahr, kriegt die Trikot-Nr.51 und freut sich: „Ich habe nur Positives über die Eisbären, ihre Fans und die Stadt gehört.“

Frans Nielsen am Sonntag mit dabei

EHC-Sportchef Stéphane Richer ist stolz auf den Coup: „Als sich die Chance bot, Frans zu holen, mussten wir sie nutzen. Nielsen  ist nicht nur eine Verstärkung für die Offensive, sondern mit seiner Erfahrung fürs gesamte Team.“

Geschäftsführer Thomas Bothstede ergänzt: „Ein absoluter Anführer, auch in der Kabine. Läuft alles, ist er Sonntag gegen Ingolstadt dabei.“