Marcel Noebels und die Eisbären Berlin trainieren seid Dienstag wieder als Mannschaft auf dem Eis. Foto: City-Press

Die ersten Runden auf dem Eis des Wellblechpalastes liefen schon ganz gut. Heute wird in der Arena am Ostbahnhof weiter trainiert. Wann hier das erste Pflichtspiel der Eisbären stattfinden kann, ist aber noch immer ungewiss.

„Wir können gerade als Spieler nichts anderes tun, als zu trainieren und uns an die Corona-Richtlinien zu halten“, sagt Angreifer Marcel Noebels (28), „wenn das funktioniert, habe ich die Hoffnung, dass wir am 13. November in die Saison starten.“

Einen Beschluss über die weitere Vorgehensweise hat die DEL am Montagabend in Frankfurt zunächst vertagt. Zu ungewiss sei die Finanzierung, circa 60 Millionen Euro würden fehlen, um mit allen 14 Vereinen in die Saison starten zu können. „Die Entscheidung noch einmal zu verschieben, war sicherlich richtig“, räumt der Nationalspieler ein, „ich glaube, wir brauchen von der Politik deutlich mehr Unterstützung.“ Klare Worte in einer Zeit, in der Eishockey um seine Existenz bangt.

Beim Trainingsstart waren dem Team diese Sorgen nicht anzumerken. Die Freude, wieder gemeinsam auf dem Eis zu stehen, überragte alles. Mit dabei waren sogar schon zwei der fünf Zugänge von den LA Kings aus der NHL. Nachdem Angreifer Aidan Dudas und Torhüter Jacob Ingham am Dienstag schon am Start waren, werden in den kommenden Tagen auch das 19-jährige Toptalent Alex Turcotte sowie Tyler Madden und Akil Thomas in Berlin erwartet.

„Die Neuen müssen wir jetzt einbinden“, erklärt Noebels, „aber es ist ein Riesenvorteil, dass der Kern der Mannschaft zusammengeblieben ist und wir mit dem gleichen Trainer in die neue Saison gehen.“