André Rankel nimmt nun endgültig Abschied von den Eisbärenfans. Foto: Florian Pohl/City-Press

Berlin - Eine Ära geht zu Ende: André Rankel (34), seit der Saison 2012/2013 Kapitän, läuft nicht mehr für die Eisbären auf. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag wird nicht verlängert.

„Es war eine Entscheidung des Vereins, mir keinen neuen Vertrag zu geben“, sagte Rankel am Telefon, „ich   hätte die Karriere hier gerne mit der Meisterschaft beendet.“ Nun prüft er unterschiedliche Optionen, um die Eishockeyrente noch etwas hinauszuzögern.

Manager Lee lobt Rankel

Für Rankel hatte sich aber schon länger angebahnt, dass für ihn bald kein Platz mehr im EHC-Kader sein wird. „Ich hatte als Kapitän eine Führungsrolle in der Mannschaft. Meine sportliche Rolle war aber nicht mehr zufriedenstellend. Wahrscheinlich ist es gut, dass diese Entscheidung gefallen ist.“ Zuletzt spielte er in der vierten Reihe. In brenzligen Situationen setzte das Trainerteam auf andere. Dennoch blickt er auf eine glanzvolle Karriere zurück. 2003 schloss sich Rankel, der ausgerechnet beim Stadt-Rivalen in Westberlin ausgebildet wurde, den Eisbären an.   In 865 Spielen erzielte er 247 Tore. Damit ist Rankel mit Abstand EHC-Rekordtorschütze.

„Es ist für mich unmöglich, all das in Worte zu fassen, was André für die Eisbären geleistet hat“, sagt EHC-Manager Peter John Lee. „Wir haben ihn zu den Eisbären geholt, als er noch 17 Jahre jung war. Er hat inzwischen sein halbes Leben lang für unsere Organisation die Schlittschuhe geschnürt, Checks gefahren und vor allem Tore geschossen. Dafür und für sein vorbildliches Verhalten auf dem Eis und außerhalb gebührt ihm ein ganz großes Dankeschön.“

"Ein besonderer Mensch"

Zwei der sieben Titel hat Rankel in besonderer Erinnerung. „Der erste war natürlich eine Befreiung für diesen Klub mit dieser besonderen Tradition.“ Das war 2005. Als der EHC 2013 seinen bis dato letzten Triumph feierte, reckte er den Pokal erstmals als Kapitän in die Höhe: „Das war eine der schwierigsten Saisons."    Danach erlebte Rankel wie der Klub wechselhafte Jahre und wird nochbesonders geehrt: Seine Rückennummer 24 wird bei den Eisbären nicht mehr vergeben.

Sturmkollege Marcel Noebels: „Er war für mich einer der besten Mitspieler, die ich je hatte. Wir haben viel von ihm lernen können. André war ein besonderer Spieler und ist ein Freund neben dem Eis.“