Frank Hördler hat in dieser Saison noch kein Spiel verpasst. Foto: Imago

Für die Eisbären ist das Spiel bei den Schwenninger Wilds am Sonnabend (14.30 Uhr, Magentasport) der Auftakt des Baden-Württemberg-Wochenendes, das am Sonntag mit dem Duell mit den Adlern Mannheim seinen Höhepunkt findet. Doch für einen EHC-Profi wird der Auftritt im Schwarzwald ein ganz besonderer sein: Kapitän Frank Hördler, 36, läuft zum 900. Mal in der DEL für die Bären auf.

Damit fehlen dem Verteidiger-Routinier auch nur noch 100 Spiele bis zu Sven Felski, der mit 1000 Auftritten den Rekord beim EHC hält. Noch zwei weitere Saisons – und zwar normale und keine im Corona-Modus – müsste der gebürtige Bad Muskauer an seine so ruhmreiche Karriere mit sieben Titeln noch dranhängen, um den Bürgermeister von Hohenschönhausen noch einzuholen. Hätten ihn nicht zahlreiche Blessuren ausgebremst, wäre Hördler Felle schon jetzt unmittelbar auf den Fersen.

Hördler denkt noch nicht ans Aufhören

Dass er aber trotz mancher Rückschläge diese magische Marke noch knacken kann, ist Hördler absolut zuzutrauen. In der vergangenen und in dieser Saison verpasste er kein einziges Spiel. Und auch die Strapazen dieser so speziellen Spielzeit steckt er anscheinend mühelos weg. Er sagt: „Solange das so bleibt und ich der Mannschaft helfen kann, werde ich den schönsten Sport der Welt nicht aufgeben.“

Dass er der letzte siebenfache Meisterbär ist, der noch immer für die Eisbären dem Puck hinterherjagt, macht den Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 aber auch ein wenig nachdenklich. „Dass die anderen Jungs nicht mehr da sind, finde ich persönlich schade, weil das alles Spieler sind, mit denen ich viel Zeit verbracht habe und die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sicherlich macht man sich seine Gedanken, es muss danach ja auch weitergehen.“

Aber das hat noch Zeit. Erst mal geht es darum, alles zu geben für Titel Nummer acht.