Der Anfang der Eisbären-Herrlichkeit: Lukas Reichel (M.) schiebt nach schöner Kombination zum 1:1 in Köln ein. Foto: Imago/osnapix

Jetzt sind die Eisbären aber so richtig am Rollen! 6:1 (4:1, 1:0, 1:0) gewinnt der DEL-Rekordmeister in Köln, filetiert die Haie nach allen Regeln der Eishockey-Kunst. Der fünfte Sieg in Folge, der dritte auf fremdem Eis am Stück. War da mal was mit Auswärtsschwäche ...

Köln ist heiß, ist nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen sehr stabil und dicke da. Haie-Trainer Uwe Krupp will sein Ex-Arbeitgeber gerne ärgern. Am Ende hat nur er ganz tiefe Sorgenfalten und die 200. Niederlage auf seinem DEL-Coach-Konto.  

Zehn Minuten Anlauf

Weil die Eisbären einfach irre gut drauf sind. Schnell auf den Kufen, traumhaft sicher beim Kombinieren. Der Puck flitzt nur so durch die EHC-Reihen. Das 0:1 durch Julian Chrobot (4.)  ist nur noch so was wie ein Brandbeschleuniger.

Bis zur Mitte des ersten Abschnitt legen sich die Bären die Haie zurecht, dann geht's zur Sache. 15 Sekunden sind im ersten Powerplay gespielt, da stellt Lukas Reichel auf 1:1 (11.). Gio Fiore sorgt trocken für die Führung (16.), nur 68 Sekunden später besorgt Leo Pföderl mit seinem 13. Saisontor das 3:1 (17.).  Matt White rundet mit dem 4:1 (20.) das Drittel ab.

Prima Überzahl-Training

Den Haien sind die Zähne gezogen. Zeit, was Schönes zu üben. Zum Beispiel Überzahlspiel.  Das zweite nutzt  Zach Boychuk zum 5:1 (25.), das dritte dann Kris Foucault zum 6:1 (43.). Oder Unterzahl. Drei Strafen ziehen die Bären diesmal (nur), in den sechs Minuten mit einem Mann weniger hat Köln nicht eine richtige Torchance. Stark!

Bleibt noch Marcel Noebels: Der Vorlagen-König der DEL bereitet das 1:1 und 5:1 mit vor, punktet damit im 15. Spiel in Serie und baut so seinen Klub-Rekord weiter aus. Dienstag (20.30 Uhr) geht's in der MB-Arena gegen Wolfsburg weiter.