Sebastian Streu (r., hier im Spiel gegen Wolfsburg) erzielte sein erstes Saisontor für die Eisbären. Foto: Imago

Die kleine Delle im Eisbärenlack ist wegpoliert, und zwar mit Hochglanz! Nach zuvor drei Niederlagen gibt der EHC die bestmögliche Antwort. Ausgerechnet gegen den hartnäckigsten Verfolger Bremerhaven in der Norddivision legen die Eisbären ein Feuerwerk hin und schießen die Pinguins in deren Halle vom Eis. Weil zwischenzeitlich so ziemlich jeder Schuss sitzt, leuchtet nach 60 Minuten ein 5:1 (2:0, 3:1, 0:0) von der Anzeigetafel. Was für eine Demonstration des Tabellenführers!

Die Jugend lässt es krachen

Gleich mehrere Premieren krönen diesen besonderen Abend an der Nordseeküste. Sebastian Streu schießt beim 3:0 direkt nach der Pause sein erstes Saisontor, der erst 17 Jahre alte Haakon Hänelt markiert sein erstes Tor für die Eisbären überhaupt (4:0/23.). Und weil Fischtown-Keeper Thomas Pöpperle nach dem 0:5 durch Zach Boychuk mal so überhaupt keine Lust mehr hat, tauscht Bremerhaven zum ersten Mal in dieser Saison den Torwart.

An diesem Abend lassen es aber nicht nur die jungen Eisbären krachen, auch auf die gewohnten Torjäger ist in gewohnter Manier Verlass. Leo Pföderl lässt es beim 1:0 bereits zum 15. Mal scheppern in dieser Saison (10.) und nimmt der Anfangsoffensive der Pinguine den Wind aus den Segeln. Matt White bringt es mit dem 2:0 auch schon auf elf Tore. Und auch Torwart Tobias Ancicka zeigt einmal mehr, dass er ein richtig guter Rückhalt als Ersatzmann ist. Beim 1:5 donnert er sauer den Stock aufs Eis, was beweist, wie groß die Ansprüche des 20-Jährigen sind. Damit passt er bestens zu den hungrigen Bären dieser Saison!