Es ging mächtig zur Sache in Wolfsburg. Am Ende verloren die Eisbären bei den Grizzlys auch wegen der vielen Strafminuten. City-Press

Ach nee! 4:5 n.V. (1:1, 2:2, 1:1/0:1) verlieren die Eisbären in Wolfsburg und so nach dem 2:3 n.V. in Berlin auch das zweite Saisonspiel gegen den Vizemeister. Die schöne Auswärtsserie von zuvor sieben Siegen am Stück ist auch im Eimer.

Der Meister geigt das Ding auf der Strafbank, kassiert alle vier Gegentore in der regulären Spielzeit mit einem Mann weniger auf dem Eis. Besonders bitter wird es zum Ende des zweiten Drittels.

Strafzeit gegen Yannick Veilleux Knackpunkt

Jonas Müller bringt die Bären vor 3000 Fans – darunter über 700 aus Berlin – in Front. Nach dem 1:1 durch Trevor Mingoia (16.) legen Leo Pföderl (22.) und Frank Hördler (28.) nach. Der EHC wie aus einem Guss, kaum einer gibt noch was auf die Grizzlys.

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Aber dann: Yannick Veilleux erwischt in einem Zweikampf den unbeteiligten Julian Melchiori ohne sein Zutun mit dem Stockende leicht im Gesicht. Jeder ist für seine Kelle verantwortlich, also geht die Strafe klar. Aber weil sich zwei, drei Blutstropfen zeigen, gibt’s zwei plus zwei Minuten. Der Knackpunkt des Spiels.

Wolfsburg gleicht durch Mingoia (37.) und Ex-Bär Spencer Machacek (38.) innerhalb von 72 Sekunden aus.

Eisbären lassen sich von Grizzlys fressen

City-Press
Da sah noch alles gut aus: Eisbär Kevin Clark jubelt über seinen Treffer zum 4:3 in Wolfsburg.

Im Schlussabschnitt muss auch noch Blaine Byron passen, die Bären nur noch mit drei Reihen. Trotzdem sorgt Kevin Clark im Powerplay fürs 4:3 (45.).

Nur: Die Eisbären sind dann noch mal in Unterzahl, Jordan Murray sagt Danke – 4:4 (53.). Genauso bitter: In der Overtime trifft Matt White die Latte, den direkten Gegenzug versenkt Darren Archibald nach 57 Sekunden der Zusatzzeit.

Der alleinige Auswärts-Startrekord ist futsch, mit sieben Siegen startete auch schon mal Mannheim. Viel Zeit zum Ärgern ist aber nicht. Schon morgen kommt Straubing in die MB-Arena (19.30 Uhr).

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