Eisbär Matt White (l.) lässt sich nach seinem 2:1 von Vorlagengeber Mark Zengerle feiern. Foto: City-Press/Matthias Renner

Wow, was für ein DEL-Start für die Eisbären. Nach der eher mauen Vorbereitung putzen sie in der leeren MB-Arena die zuletzt saustarken Pinguine aus  Bremerhaven 3:2 (1:1, 1:0, 1:1).

Was die Bären da gegen den MagentaCup-Finalisten (Halbfinale 6:2 gegen Mannheim, Endspiel 5:7 gegen München) aufs Eis bringen – Helm ab! Die Eisbären waren bei diesem Vorbereitungs-Turnier (vier Spiele, vier Pleiten) noch bestenfalls Sparringspartner für die Konkurrenz.

Doch nach der Corona-Quarantäne sind sie plötzlich wie ausgewechselt. Die Ordnung auf dem Eis ist um Klassen besser, das Spiel strukturierter, die Defensive steht, die Special Team funktionieren. Und wenn man noch draufpackt, dass das Team zuletzt nur dreimal zusammen trainiert hat und mit Marcel Noebels, Stefan Espeland, Nico Kinder (alle Trainingsrückstand) und Jonas Müller (gesperrt) noch vier Asse fehlen ...

Die Neuen schlagen sofort ein

Großen Anteil am vor allem auch offensiven Aufschwung haben die drei neuen Stürmer. Giovanni Fiore ist pausenlos unterwegs, Kris Foucault hat Ideen, Matt White ist gleich der Chef im Ring. Noch wichtiger: sie treffen auch.

Beim 1:0 nach 121 Sekunden zimmert Foucault den Puck im Powerplay in den Winkel. White und Ryan McKiernan legten auf. Verteilte Rollen beim 2:1. Hier setzt Foucault Mark Zengerle in Szene, der bedient White – Rumms (38)!

Das zwischenzeitliche 1:1 (12.) von Carson McMillan ebenfalls in Überzahl  – geschenkt. Weil White noch Leo Pföderl bedient, der Fischtown-Goalie Brandon Maxwell zum 3:1 (52.) tunnelt. Der erneute Anschluss durch Niklas Andersen kommt 33 Sekunden vor der Schlusssirene zu spät. Der Rest ist EHC-Jubel.