Die deutschen Asse (v.l.) Tom Kühnhackl, Marco Nowak, Stefan Loibl und Tobi Rieder feiern das 1:0 gegen Kanada. Foto: dpa/Roman Koksarov

Drittes Spiel bei der Eishockey-WM in Riga, dritter Sieg. Angeführt vom überragenden Eisbären-Torwart Mathias Niederberger  ringt die DEB-Auswahl Kanada 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) nieder.

Der erste WM-Sieg gegen die Ahornblätter seit 25 Jahren. Das ist der Eis-Wahnsinn!

Die Meisterbären Lukas Reichel, Marcel Noebels, Leo Pföderl und  Jonas Müller sind nicht wie gegen Italien (9:4) und Norwegen (5:1) als Zauberer gefragt, sondern als knallharte Arbeiter. Und sie können wie der Rest des Teams auch das.

Bloß keine Panik

Nach dem Doppelschlag von Stefan Loibl (11.) und Matthias Plachta (12.) wird es gegen die erstmals im Turnier überzeugenden Kanadier eine unfassbare Abwehrschlacht. Doch mehr als das 2:1 durch Nick Paul (19.) kriegt der 25-malige Weltmeister nicht gebacken.

Weil die Jungs von Bundestrainer Toni Söderholm nie in Panik verfallen, jeden Zweikampf annehmen, sich in jeden Schuss werfen und immer auch nach spielerischen Lösungen suchen.

Mittwoch winkt Viertelfinale

Und weil sie eiskalt sind. Als Kanada die Brechtsange raus und den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis holt, nutzt Korbinian Holzer gleich die allererste Chance und zirkelt den Puck fast übers ganze Eisfläche zum 3:1 ins verwaiste Gehäuse (58.). Der Rest ist unbändiger Jubel.

Am Mittwoch wäre mit einem Sieg gegen Kasachstan (15.15 Uhr, Sport1) das Viertelfinale schon gebucht. Der Eis-Wahnsinn nimmt seinen Lauf ...