Das ist so bitter: Auf der Tribüne freuen sich die DEG-Fans über das 1:1, auf dem Eis entgleisen Marcel Noebels (l.) und Torwart Juho Markkanen die Gesichtszüge.
Das ist so bitter: Auf der Tribüne freuen sich die DEG-Fans über das 1:1, auf dem Eis entgleisen Marcel Noebels (l.) und Torwart Juho Markkanen die Gesichtszüge. Foto: Imago/Eibner

Alle, die dachten, jetzt „laufen die Eisbären richtig heiß“ (O-Ton Marcel Noebels), denen läuft wieder ein eiskalter Schauer über den Rücken. 2:4 (1:2, 1:2, 0:0) vor 9632 Zuschauern verloren bei der Düsseldorfer EG, die zuvor zwei Pleiten kassierte. Nur einmal schaffen die Eisbären in dieser Spielzeit mehr als einen Sieg am Stück. Das war Anfang Oktober (!) mit acht Punkten aus drei Spielen. Seitdem ist ein Erfolg das höchste aller Gefühle.

Es ist der nächste Volldämpfer nach ein wenig Euphorie. Beim 3:2 am Mittwoch gegen Köln hatte der amtierende Meister doch gezeigt, dass er weiß, wie es geht. Aus einer stabilen Defensive mit Tempo vors Tor des Gegners, treffen, aus die Maus. 

Eisbären führen 1:0, dann geht's den Bach runter

Neun Minuten geht das auch in Düsseldorf. Das 1:0 im Powerplay erzielt, Marcel Nobels ist mit der Direktabnahme von halbrechts der Schütze. Aber was kommt dann? Ein herber Rückfall in eine Spielweise, die in dieser Katastrophen-Saison schon soooo viele Punkte gekostet hat. 

Die Eisbären denken wieder viel zu offensiv und werden wieder mal brutal bestraft. Das 1:1 durch Alex Ehl (13.) und 1:2  durch Ex-Bär Daniel Fischbuch (18.) gibt es in Druckphasen, als die DEG zu einfachen Kontern kommt.   

Damit nicht genug. Auch das 1:3 durch Jakub Borzecki (29.) und 1:4 durch Alec McCrea (39.) fallen ähnlich. Das 2:4 von Matt White 51 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels ist nur ein Strohfeuer.

Eisbären-Glück: Augsburg stellt sich dämlich an

Wie auch der verzweifelte Versuch eines Wachrüttlers von Trainer Serge Aubin, der zum letzten Abschnitt Tobi Ancicka für Juho Markkonen in die Kiste stellt.

Unterm Strich bleibt die bittere Erkenntnis: So kann das nichts werden, so bleibt es bis zum letzten Vorrundenspiel ein Ritt auf der Rasierklinge.

Zumal es diesmal auch woanders gegen den EHC läuft: Schlusslicht Bietigheim schöpft mit dem 2:1 gegen Schwenningen neuen Mut. Augsburg als direkter Abstiegskonkurrent stellt sich zum Eisbären-Glück zwar auch wieder dusselig an, kassiert gegen Nürnberg 23 Sekunden vorm Ende den 3:3-Ausgleich und nach fünf Sekunden der Verlängerung das 3:4. Aber trotzdem: Einen Punkt sind die Panther dichter rangerückt.  

Jetzt ist am Sonntag in Nürnberg (15.15 Uhr) der Druck wieder mal irre hoch, drei Punkte einfahren zu müssen. Schlusswort Marco Nowak, dem vorm ersten Bully noch mal für elf Jahre in Düsseldorf gedankt wird: „Die Gegentore im zweiten Drittel waren der Genickbrecher. Wir dürfen nicht zurückschauen, es muss jetzt schnell gehen.“

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