Eisbär Simon Despres (l.) zeigt Nürnbergs Daniel Schmölz unmissverständlich an, dass er besser Abstand hält... Foto: Imago/Eibner

Bayern ist für die Eisbären eine Reise wert. Zweiter 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)-Sieg in zwei Tagen. So kann man das machen. Souveräne Tabellenführung  behauptet, breite Brust behalten. Zum Abschluss der Vier-Spiele-Woche kommt nun am Sonntag noch Straubing in die MB-Arena (14 Uhr).

Fürs Spiel 24 Stunden nach dem bärenstarken 2:1 in München durch Tore von Dominik Bokk (1:0, 11.) und Frans Nielsen (2:1, 55.), mit dem der Meister schon mal die Teilnahme an der Champions League in der neuen Saison eintütete, hatte Coach Serge Aubin angekündigt: „In Nürnberg werde ich Wechsel vornehmen. Ich habe das Luxusproblem, dass wir einen sehr breiten Kader haben und somit immer mehrere Spieler nicht zum Einsatz kommen können.“

Eisbären ohne ganz viel Erfahrung

Gesagt, getan! Der in München überragende Torwart Mathias Niederberger räumt für Tobias Ancicka die Kiste, dazu verzichtet Aubin freiwillig auf viel Eishockeyklasse und Lebenserfahrung. Kapitän Frank Hördler (37), Ex-NHL-Star Frans Nielsen (37) und Wirbelwind Kevin Clark (34) bekommen eine Pause. Wenn man bedenkt, dass auch Torjäger Leo Pföderl (28) weiter wegen Adduktorenproblem fehlt, dann ist das schon ein Brett.

Aber - Stichwort Luxusproblem - auch die sechs Verteidiger und vier kompletten Sturmreihen (im Gegensatz zu München diesmal dabei: Blaine Byron, Johan Södergran und Marco Baßler nicht nur als Lückenbüßer, sondern fester Bestandteil des vierten Sturms), die Aubin gegen die Ice Tigers an den Start bringt, brauchen sich nicht zu verstecken.

Geniestreich von Nicholas Jensen

Sie verteidigen in Unterzahl - 54 Sekunden sogar drei gegen fünf - inzwischen gewohnt souverän, setzen offensiv immer wieder Nadelstiche und schlagen eiskalt zu. Im dritten Powerplay dauert es nur elf Sekunden: Yannick Veilleux zieht von rechts vors Tor, spielt dann schräg zu Zack Boychuk, der aus richtig spitzem Winkel zum 1:0 trifft (38.).

Und diesmal bringen sie es anders als am Sonntag in Düsseldorf (2:0-Führung bis Minute 57, dann 2:3 nach Penaltys) auch zu Ende. Obwohl Tyler Sheehy 171 Sekunden vor der Schlusssirene zum  1:1 ausgleicht (58.).

Denn dann zieht Veilleux einfach noch mal ab, Nicholas Jensen fälscht im Fallen mit dem Rücken zum Tor die Scheibe noch sensationell und unhaltbar ab - 2:1 exakt 28 Sekunden vor Ultimo (60.). Wahnsinn.