Vize-Kapitän Kai Wissmann steht beim Spiel gegen die DEG stellvertretend für alle Eisbären und die momentane Heim-Stimmung.  Foto: Imago/Andreas Gora

Langsam wird es unheimlich. Unheimlich frustrierend. Unheimlich peinlich. Die Eisbären verlieren auch ihr viertes Heimspiel, gegen die Düsseldorfer EG heißt es am Ende 1:3 (0:1, 0:0, 1:2) vor maximal erlaubten und inzwischen auch maximal enttäuschten 6450 Zuschauern in der MB-Arena.

Die Eisbären in Pink, um im Rahmen der schon traditionellen Oktober-Aktion „Pink in the Rink“ den Kampf gegen Krebs zu unterstützen, aber auf dem Eis mit den fast schon unfassbaren Heim-Problemen. Nur sieben (!) Schüsse aufs DEG-Tor im ersten Drittel, kaum Kombinationen, wenig Körper und Bereitschaft.

Knitterstart dank Zitterbart

Die Quittung gibt’s schon nach 38 Sekunden: Luca Zitterbart trifft beinahe ungestört zum 0:1. Sebastian Streu platzt nach dem ersten Abschnitt der Kragen: „Das ist echt peinlich. Das ist unsere Halle, langsam müssen wir uns mal zusammenreißen. So geht es nicht weiter. Wir müssen aggressiver sein, unser System halten, aber da müssen alle mitmachen.“

Wenn schon der Sohn des Co-Trainers so aus dem Sattel geht, fragt man sich, wie’s erst bei Papa Craig Streu oder Chefcoach Serge Aubin in der Kabine sein muss...

Wirklich besser wird es aber nicht. Im zweiten Abschnitt bringt der EHC 16 Versuche aufs Tor, lässt aber auch die größte Ausgleichschance liegen: Blaine Byron stibitzt den Puck, fährt allein auf DEG-Goalie Mirko Pantkowski zu, legt ab zum  frei mitgelaufenen Marcel Noebels, der für seine Verhältnisse kläglich scheitert (39). Ach, nee!

Mathias Niederberger hält Penalty

Dass es nur mit 0:1 in die zweite Pause geht, liegt an Mathias Niederberger, der 42 Sekunden vor der Sirene einen Penalty von Victor Svensson entschärft. Auch das ist kein Weckruf!

73 Sekunden läuft Drittel Nr.3, da steht’s 0:2, als Alexander Ehl einen Schuss unhaltbar abfälscht. Leo Pföderl schafft zwar fix den Anschluss (44.), trifft wenig später satt die Latte. Doch Jerry D’Amigo macht ins leere Tor den Meister-Frust perfekt – 1:3 (60.). Von den Rängen gibt es erstmals Pfiffe. Bloß gut, dass es morgen bei Aufsteiger in Bietigheim (17 Uhr) wieder ein Auswärtsspiel gibt.