Matt Maione bleibt eiskalt, trifft gegen Mathias Niederberger zum 4:0 für München. Foto: contrast photoagentur/O. Behrendt

Oh no! Diese Rote Bullen sind für die Eisbären ein rotes Tuch! Nach dem 1:4 in München gibt es bei der angestrebten Revanche eine noch derbere Packung. Beim 0:5 (0:2, 0:2, 0:1) gerät der EHC richtig unter die Bullen-Hufe.    

Marcel Noebels ist vor dem ersten Bully guter Dinge und verrät: „Wir wollen München zeigen, dass mit uns zu rechnen ist.“ Klar, zumal auch Zach Boychuk nach seiner Armverletzung wieder mit von der Partie ist. Doch die läuft dann ganz anders als geplant. 

Denn auch München hat sich was vorgenommen und setzt seinen Plan perfekt um. Aggressiv in jedem Zweikampf, immer nah am Gegenspieler, hellwach in den Köpfen, eiskalt vor dem Tor. Derek Roy staubt zum 0:1 ab (10.), Matt Maione hämmert den Puck zum 0:2 (16.) rein. In der Drittelpause glaubt Eric Mik, der bei der Wahl zum DEL-Rookie des Jahres nominiert ist: „Es liegt nur an Kleinigkeiten.“

Torwartwechsel bringt nichts

Die aber große Wirkung haben, wenn man sie nicht abstellt. Chris Bourque (25.) und noch mal Maione bei Eisbären-Überzahl (40.) zeigen den Gastgebern mit dem 0:3 und 0:4 deutlich die Grenzen auf. EHC-Sportchef Stepháne Richer in der Drittelpause: „Das ist kein gutes Spiel von uns, jetzt müssen die Jungs Gas geben.“

Das versuchen sie auch, Chefcoach Serge Aubin setzt auch noch mal ein Zeichen, stellt Tobias Ancicka für Mathias Niederberger ins Tor. Hilft alles nichts. Zach Redmond besorgt im Powerplay das 0:5 (51.). Puh! Die erste echte Heimpleite der Saison (zuvor zweimal in Overtime bzw. nach Penaltys gegen Wolfsburg) ist gleich heftig.

Kapitän Frank Hördler ehrlich: „München war in allen Belangen besser. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, zweimal so gegen sie verloren zu haben. Jetzt haben wir jede Menge Material, um zu schauen, was wir besser machen müssen.“ 

Zeit, das Ding aus den Knochen zu kriegen, bleibt kaum. Mittwoch (18.30 Uhr, MB-Arena) geht es gegen Schwenningen schon weiter.