Bassist und Puhdys-Gründer Harry Jeske (li.) mit Peter Rasym, seinem Nachfolger in der Kultband. Foto: imago-images/Kai Horstmann

Es ist ein Schock für alle Puhdys-Fans: Harry Jeske, der einstige Bassist der DDR-Kultband, ist tot. Er starb am Donnerstag-Vormittag im Alter von 82 Jahren in Wismar. Der frühere Puhdys-Manager Rolf Henning bestätigte entsprechende KURIER-Informationen.

Seit Jahren sorgten sich Musiker-Kollegen und Fans schon um Harry Jeske. Es ging ihm gesundheitlich nicht mehr gut. Das sah man auch, als er sich im vergangenen November das letzte Mal in der Öffentlichkeit zeigte. Zur Feier des 50. Geburtstages der Puhdys erschien Jeske im Rollstuhl in der Stadthalle Rostock. Für seinen Kurzauftritt gab es Standing Ovations vom Publikum.

Harry Jeske war das „H“ im Namen der Puhdys. Sein Lockenkopf war sein Markenzeichen. Der in Oranienburg geborene Musiker gehörte 1969 zu den Ur-Gründern der DDR-Kultband. Und er wurde zu einem sehr wichtigen Mitglied. „Harry war der beste Organisator, den die Puhdys je hatten“, sagte einmal Keyboarder Peter „Eingehängt“ Meyer dem KURIER. „Er sorgte für Auftritte und besorgte Instrumente aus dem Westen. Harry brachte die Puhdys richtig ins Rollen.“

Jeske schrieb auch einige Puhdys-Hits. So stammte etwa der Song „Lied für Generationen“ aus seiner Feder.

1997 war Schluss bei der Kultband. Wegen eines Ohrleidens musste Jeske bei den Puhdys aufhören. Jahrelang lebte er mit seiner Frau Erma auf den Philippinen. Doch dann zog es ihn wieder nach Deutschland zurück, fand mit seiner Frau in der Hansestadt Wismar ein letztes Zuhause.