Margot Bert und Heinz Quermann moderierten „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“.
Margot Bert und Heinz Quermann moderierten „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. RBB

Es gibt Sendungen zum Weihnachtsfest, von denen schwärmen Generationen. Dazu gehört auch „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ mit den unvergessenen Gastgebern Margot Ebert und Heinz Quermann. Der beliebte Klassiker des DDR-Fernsehens bleibt unvergessen. Und auch dieses Jahr brauchen Sie auf diese Sendung nicht verzichten.

Wie der Titel der Sendung es schon verrät: Die DDR-Show wollte auf unterhaltsamer Weise am ersten Weihnachtstag die Zuschauer unterhalten, die nach dem Frühstück daheim gerade den Gänsebraten zubereiteten. Die Idee dazu hatte kein geringerer als der DDR-Talente-Entdecker und Showmaster Heinz Quermann (1921-2003).

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Das Gesangs-Duo Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler gehörte zu den Stars von Zwischen „Frühstück und Gänsebraten“.
Das Gesangs-Duo Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler gehörte zu den Stars von Zwischen „Frühstück und Gänsebraten“. Imago/Andreas Weihs

Seit 1957 gehörte „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ jedes Jahr zum festen Ritual, wurde im ersten Programm des DDR-Fernsehens zwischen 11 und 13 Uhr ausgestrahlt. Viele DDR-Stars hatten in dieser bunten Weihnachtssendung ihren Auftritt. Damit Quermann nicht ganz alleine durch die Sendung führen musste, holte er Margot Ebert an seine Seite, die dem Publikum als Fernsehansagerin bekannt war.

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Das Paar moderierte bis 1991 vor der Kamera voller Eintracht „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. Das Publikum dachte schon, die beiden Stars wären miteinander verheiratet. Doch die Harmonie war offenbar nur gespielt. In Wahrheit sollen Quermann und Ebert ziemlich zerstritten gewesen sein. Und 1984 war Margot Ebert, die 2009 starb, in der Kultsendung nicht dabei. Das Gesangsduo Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler übernahmen in jenem Jahr mit Quermann die Moderation.

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„Zwischen Frühstück und Gänsebraten“: Die Harmonie zwischen Heinz Quermann und Margot Ebert war nur gespielt

Man mag es kaum glauben: In den ersten Jahren war „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ eine Live-Show, wurde aus dem Friedrichstadt-Palast und dem Palast der Republik gesendet. Später entschieden die Programmmacher, die Weihnachtsshow aufzuzeichnen, die dann auch in der Stadthalle in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) oder dem Kulturpalast in Dresden über die Bühne ging. Ein Grund war, dass viele der auftretenden Künstler am ersten Weihnachtsfeiertag andere berufliche Verpflichtungen hatten oder einfach auch das Fest daheim bei ihren Familien verbringen wollten.

Der Xylophon-Virtuose Bernd Warkus gehörte ebenfalls zu den Gästen von „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. 
Der Xylophon-Virtuose Bernd Warkus gehörte ebenfalls zu den Gästen von „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“.  Imago/Andreas Weihs

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Ein fester Bestandteil in jeder Sendung war ein „Modernes Märchen“, das der Jochen Petersdorf (unter anderem Autor der Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“) in den 80er-Jahren vorlas, in dem er häufig kleine und große Probleme in der DDR auf satirische Art einbaute. Zur Tradition gehörte auch, dass Quermann eine Viertelstunde vor Show-Ende die Zuschauer mit dem Aufruf erinnerte: „Jetzt rasch die Kartoffeln aufsetzen!“

Der RBB wiederholt dieses Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag eine der „Zwischen Frühstück und Gänsebraten-Shows. Von 9 Uhr bis 10.30 Uhr wird die Sendung aus dem Jahr 1982 gezeigt. Dabei sind nebenMargot Ebert und Heinz Quermann das Duo  Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler, dem Volksmusik-Idol Herbert Roth mit Tochter Karin, Ballettsolisten der Deutschen Staatsoper und natürlich Jochen Petersdorf, der eine DDR-Version des Märchen-Klassiker vom „Rotkäppchen und dem bösen Wolf“ vorträgt.

Wer die Sendung verpasst hat: Sie läuft auch in der Mediathek und gibt es als DVD.