So idyllisch wie auf dem Bild endete der Tag gestern am Weißen See nicht. Ein Mensch starb beim Baden. Berliner Zeitung/Markus Wächter

Der heiße Sommersonnabend in Berlin endete tragisch: zwei Menschen sterben beim Baden. Wie die „Morgenpost“ berichtet, starben am Samstag ein 17-Jähriger im Weißen See und ein 59-Jähriger im Flughafensee.

Ein 17-Jähriger sei im Weißen See untergegangen, erst herbeigerufene Taucher hätten ihn bergen können. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Um 20.45 Uhr sei der Teenager für tot erklärt worden. Der Unfall ereignete sich wohl nicht im Strandbad Weißensee, sondern an einer wilden Badestelle außerhalb. Dort ist das Baden eigentlich verboten.  Schilder weisen darauf hin.

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Das Wildbaden ist am Weißen See offiziell schon länger verboten: Im vergangenen Jahr wollte der Bezirk die Uferzone auch einzäunen, doch die Pläne verliefen im Sande. Jetzt kommen also Hinweisschilder. Der Grund für die harten Maßnahmen: Der Weiße See verliert jährlich mehr Wasser. Mitunter wird sogar schon Fremdwasser eingeleitet. Eine Ursache für den Wasserverlust sind auch die Badegäste, hatte Strandbad-Pächter Alexander Schüller schon im vergangenen Jahr erklärt. An warmen Tagen seien etwa 4000 Menschen am See. Sie tragen das Wasser nach dem Baden auch mit T-Shirts und Shorts aus dem See. Hinzu kommt, dass es am unbewachten Ufer immer wieder tödliche Badeunfälle gibt.

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Ein weiterer Badeunfall ereignete sich  im Flughafensee. Ein 59-Jähriger wurde nach dem Baden vermisst. Seine Familie wunderte sich, dass er nicht nach Hause kam. Die Leiche des 59-Jährigen soll sich bereits mehrere Stunden im Wasser befunden haben.