Rund 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie mussten sieben Mieter behandeln. Foto: Morris Pudwell

In einer Erdgeschosswohnung in der Gustav-Freytag-Straße haben sich in der Nacht zum Dienstag dramatische Szenen abgespielt. Im Haus war ein Feuer ausgebrochen. Sieben Bewohner wurden verletzt, darunter zwei schwer. Ein Hund überlebte nur knapp.

Die Rettungssanitäter der Feuerwehr hatten viel zu tun. Dass man sieben Verletzte auf einmal behandeln muss, passiere nicht all zu häufig, sagen sie. Unter ihnen waren auch zwei Senioren. Der Mann (66) und dessen Frau (77) erwischte es schwer. Sie kamen mit Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus. Glück im Unglück: Ihr Hund blieb unverletzt. In den nächsten Tagen wird sich eine Nachbarin um das Tier kümmern.  

Der Brand  war in der Küche der Senioren ausgebrochen. Ein Anwohner wurde aufmerksam, als er im Hausflur Rauchgestank mitbekam. Er informierte die anderen Bewohner. Gemeinsam versuchten sie die Wohnungstür aufzubrechen, um das Paar aus der Wohnung zu retten. Das gelang aber nicht. Sie schlugen sogar die Fensterscheiben von außen ein und versuchten die Mieter aus dem Fenster ins Freie zu ziehen. Vergeblich. Erst eintreffende Feuerwehrleute konnten zuerst den 66-Jährigen retten. Etwas später fanden sie die bewusstlose Frau brachten sie ebenfalls in Sicherheit.

Das Feuer war schnell gelöscht. Die anderen Hausbewohner konnten nach kurzer Behandlung wieder in ihre Wohnungen zurück. Die Brandursache war zunächst unklar. Ein technischer Defekt oder fahrlässige Brandstiftung werden nicht ausgeschlossen. Seit Jahren lebt das Paar in dem fünfgeschossigen sanierten Haus, berichten Nachbarn. Sie wohnen gern im Erdgeschoss, weil sie dadurch keine Treppen steigen müssen, so eine Anwohnerin.