Mitarbeiter des Stromnetz Berlin arbeiten an den beschädigten Stromkabeln in Prenzlauer Berg. In Berlin waren wegen des Brandes einer Versorgungsleitung am Samstagmorgen etwa 15.000 Haushalte im Prenzlauer Berg ohne Strom.  dpa/Sommer

Wegen fahrlässigen Umgangs mit Feuer nahe einer Starkstromleitung in Berlin-Prenzlauer Berg sind in der Nacht zu Samstag mehrere tausend Haushalte ohne Strom gewesen. Zum Teil dauerte der Stromausfall bis zum Samstagnachmittag an, bevor er behoben war. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei entstand der Brand versehentlich. Die Kriminalpolizei gehe derzeit davon aus, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung gehandelt habe, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Für einen gezielten Anschlag – etwa aus politischen Gründen – gab es demnach zunächst keine Hinweise.

Dicke Rohre, die an der Dänenstraße den S-Bahnring überqueren und zwischen denen Kabeln verlaufen, standen komplett in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Bewohner eines nahe gelegenen Mietshauses mussten ihre Wohnungen zwischenzeitlich verlassen.

Im Oktober vor einem Jahr gab es einen Brandanschlag auf Kabelverbindungen der S-Bahn in Friedrichshain

Zunächst hatte auch der für extremistische Taten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt (LKA) geprüft, ob es ein politisches Motiv gegeben haben könnte. Die Polizei setzte in der Nacht zu Samstag eine spezielle Aufbauorganisation ein, um die Lage zu beobachten, den Einsatz zu koordinieren und bei möglichen weiteren Taten schnell reagieren zu können.

Im Oktober vor einem Jahr gab es einen Brandanschlag auf Kabelverbindungen der S-Bahn in Friedrichshain. Der Bahn-Verkehr war lange gestört.