Böller und Silvesterraketen, die ein Mann im Jahr 2018 in einem Geschäft in Friedrichshain gekauft hat (Archivfoto).  dpa/Paul Zinken 

Wo genau es in Berlin zu Silvester wieder Böllerverbotszonen geben wird, steht nach Angaben der Innenverwaltung noch nicht fest. Bund und Länder verständigten sich am Donnerstag bei einer Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) in Berlin darauf, den Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester erneut zu verbieten. Außerdem soll es an publikumsträchtigen Plätzen ein Feuerwerksverbot geben. „Wir haben schon zwei Verbotszonen angekündigt. Das ist der Steinmetzkiez in Schöneberg und der Alexanderplatz“, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag der dpa. „Dort galt das Feuerwerksverbot auch im vergangenen Jahr.“

Im vergangenen Jahr gab es 54 Böllerverbotszonen in der Hauptstadt

Welche weiteren Verbotszonen hinzukommen, lasse sich noch nicht sagen. „Wir haben abgewartet, was die MPK ankündigt. Wir prüfen das jetzt und schauen, auf welche Bereiche das wieder anzuwenden ist“, so der Sprecher weiter. „Wir richten uns darauf ein, dass wir wieder so verfahren wie im letzten Jahr.“

Im vergangenen Jahr wurde wegen der Corona-Pandemie der Kauf von Feuerwerkskörpern in ganz Deutschland verboten, zusätzlich richtete der Senat 54 Verbotszonen auf großen Plätzen, Straßen und in Parks ein, in denen Feuerwerk und auch der Aufenthalt untersagt waren.

So sollen Polizei und Feuerwehr geschützt werden

Die beiden schon angekündigten Böllerverbotszonen stehen nur indirekt in Zusammenhang mit der Pandemie. Das Verbot basiert in diesem Fall auf der Gefahrenabwehr über das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz. Die Verbotszonen dienen laut Innenverwaltung dem Schutz von Polizei und Feuerwehr, aber auch von anderen Menschen in den Gebieten.