Malerischer Sonnenaufgang über der winterlich verschneiten Landschaft im Landkreis Märkisch-Oderland in Ostbrandenburg. Doch im Süden der Region gab es Winter-Chaos.
Malerischer Sonnenaufgang über der winterlich verschneiten Landschaft im Landkreis Märkisch-Oderland in Ostbrandenburg. Doch im Süden der Region gab es Winter-Chaos. dpa/Patrick Pleul

Wintereinbruch in der Region Berlin-Brandenburg und ganz Deutschland! Zwar sind die Schneemassen noch nicht bis zur Hauptstadt vorgedrungen, doch südlich von Berlin haben ergiebige Schneefälle bereits für reichlich Chaos gesorgt: Tausende waren am Donnerstag ohne Strom.

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Der Wintereinbruch im Süden Brandenburgs mit viel Schnee hat zu Stromausfällen geführt. In den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald Lausitz waren am späten Mittwochabend und am Donnerstagvormittag insgesamt 6100 Menschen zeitweise ohne Strom, wie der Versorger, die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz Strom), mitteilte. Sie wurden durch ein Umschalten auf andere Leitungen wiederversorgt.

Seit dem Vormittag seien die Störungen behoben, hieß es vom Netzbetreiber. Ursache waren demnach Bäume, die der Schneelast nicht mehr standhielten und in Freileitungen fielen. Zuerst hatte der rbb berichtet.

Wintereinbruch: Weitere Strom-Unterbrechungen im Spree-Neiße-Kreis möglich

Monteure und Vertragsfirmen waren nach Angaben des Versorgers seit Mittwochnacht im Einsatz, um Leitungen zu reparieren. In der Region Proschim im Spree-Neiße-Kreis könne es im Laufe des Tages durch Reparaturarbeiten noch einmal zu kurzen Stromunterbrechungen kommen.

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Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist Mitnetz Strom unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 73 000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Netzgebiet versorgt der Betreiber 2,3 Millionen Einwohner.

Wetterdienst rechnet mit Schnee auch in Berlin, Tiefstwerte bis minus 10 Grad

Für die kommenden Tage hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Region Berlin-Brandenburg Frost und weitere Schneefälle angekündigt. Schnee fällt am Abend vor allem in Nordwest-Brandenburg, später auch weiter südlich und im Berliner Raum. Im Süden Brandenburgs sacken die Tiefstwerte bis auf minus zehn Grad hinab.

Der Frost schwächt sich in den kommenden Tagen ab, doch die Höchstwerte sinken auch in Berlin bis zur Frostgrenze.