Besprüht, mit Union-Aufklebern versehen: Dieser Blitzer an der Wuhlheide musste wieder abgebaut werden, weil er zu oft zerstört wurde.
Besprüht, mit Union-Aufklebern versehen: Dieser Blitzer an der Wuhlheide musste wieder abgebaut werden, weil er zu oft zerstört wurde. Morris Pudwell

Berlin rüstet auf im Kampf gegen die Raser. Zehn neue stationäre Blitzer werden in den nächsten Monaten scharf geschaltet. Vor allem im Osten. Doch ein Blitzer ist inzwischen wieder verschwunden - dafür sorgten in Köpenick Fans des 1. FC Union.

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Frank Schärtling von der Landespolizeidirektion Berlin kündigte gerade in der Berliner Zeitung an, dass die Zahl der stationären Blitzer bis zum Ende kommenden Jahres in Berlin um rund ein Drittel zunehmen wird. Beiläufig erzählte er dabei, dass nicht jeder Blitzer bei jedem auf Begeisterung stößt.  So sollte ein Gerät Raser auf der Straße An der Wuhlheide ausbremsen. Genau an der Kreuzung zur Rudolf-Rühl-Allee – in Steinwurf-Weite zum Stadion an der Alten Försterei. 

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Immer wieder wurde der Blitzer mit Aufklebern des 1. FC Union zugepappt

Doch die Berliner Polizei hatte die Rechnung anscheinend ohne die Fans des 1. FC Union gemacht. Der dort stationierte Blitzer musste  2020 nach nicht mal zwei Jahren wieder abgebaut werden. Jetzt weiß man auch warum. Der kombinierte Rotlicht- und Tempoblitzer  wurde so oft zerstört, dass die Polizei vor den Fans kapitulierte. Mal wurden die verdunkelten Scheiben eingeschlagen, mal besprüht und mal mit Union-Aufklebern versehen.

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Dieser neue Blitzer wurde gerade an der Landsberger Allee, Höhe Zechliner Straße, installiert.
Dieser neue Blitzer wurde gerade an der Landsberger Allee, Höhe Zechliner Straße, installiert. Gerd Engelsmann

Die Polizei entschied sich dann, wegen der Vandalismus-Schäden die Anlage umzusetzen. Die Reparaturkosten hätten die Einnahmen durch Bußgelder in einem unverhältnismäßig hohen Maße überstiegen, heißt es in der Berliner Zeitung. Der reparierte Blitzer wurde zur Landsberger Allee, Ecke Weißenseer Weg verlagert. Und nicht weit von dort entfernt wird demnächst der nächste Blitzer freigeschaltet.

An der Landsberger Allee steht jetzt ein neuer Blitzer

Autofahrer werden ihn schon gesehen haben. An der Landsberger Allee in Lichtenberg wurde vor kurzem ein stationärer Blitzer montiert, er steht an der Fahrbahn stadteinwärts unweit der Einmündung der Zechliner Straße. Neue Tempomessgeräte sieht man ebenfalls schon an der Schildhornstraße in Steglitz (Fahrtrichtung A100) und an der Kreuzung Kurfürstendamm/Cicerostraße in Wilmersdorf. „Die drei stationären Blitzer sind montiert, es sind aber noch einige Arbeiten erforderlich“, sagt Oliver Woitzik von der Polizei-Stabsabteilung Verkehr. Ab Anfang 2023 sollen sie Raser blitzen.

Zehn weitere dieser gepanzerten Blitzer-Anhänger will sich Berlin zulegen.
Zehn weitere dieser gepanzerten Blitzer-Anhänger will sich Berlin zulegen. Imago/Ritter

Mit den drei neuen Geräten gibt es in Berlin dann 36 Blitzer, mit denen die Polizei dann Jagd auf Raser macht. 2023 sollen dann noch sieben weitere stationäre Blitzer dazu kommen. Allein fünf in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick entlang der großen Ausfallstraßen. 

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Ab 2024 will sich die Polizei dann auch noch zehn weitere rollbare, gepanzerte Blitzer-Anhänger zulegen, die mobil umsetzbar sind. Bisher hat Berlin sechs davon.