Mit Schnee bedeckte Stiefmütterchen (Symbolfoto). Foto: imago-images

Berlin - Wer am Freitag aus dem Home Office oder vorbeugenden häuslichen Isolation seinen Blick nach draußen schweifen lässt, merkt es schon: Der Frühling, der uns in den vergangenen Tagen so verwöhnt hat, ist bereits auf Tauchstation gegangen. Mühsam schleppen sich die Höchsttemperaturen unter grauem Himmel in unserer Region ortsweise noch einmal über die 10-Grad-Marke, doch das ist erst der Einstieg in ein gefühltes Winter-Revival.

Ausgerechnet ein Hoch über Skandinavien sorgt dafür, dass ab Wochenende kühle und zeitweise eisige Luft aus dem Nordosten zu uns geschaufelt wird. Zeitweise rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) sogar mit strengem Frost! Wer bereits seine Setzlinge auf dem Balkon oder auf der heimischen Terrasse angepflanzt hat, sollte unbedingt handeln: Schon die kommende Nacht wird dem DWD zufolge nördlich von Berlin eisig. Die kommenden Nächte werden so kalt, wie wir es im ganzen Winter nicht erlebt haben.

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Frühblühern droht der Frosttod

Um die Frühblüher also vor dem drohenden Frosttod zu retten, sollte diese zumindest abdecken, besser an eine frostfreie Stelle in Sicherheit bringen. Und wer sich für das kommende Wochenende vorgenommen hatte, den Balkon zu bepflanzen, sollte dies zumindest einige Tage aufschieben. Der Nachtfrost wird sich bis in die kommende Woche fortsetzen, so jedenfalls die Prognose der führenden Wettermodelle.

Tagsüber werden die Werte bestensfalls noch acht Grad erreichen. Dabei zeigt sich zwar in den kommenden Tagen immer häufiger die Sonne. Am Sonnabend rechnet der DWD allerdings auch mit vereinzelten Böen um die 55 km/h. Ruhiger und sonniger verspricht der Sonntag zu werden. Wer das Haus verlassen kann, kann dann auch mal einen Spaziergang wagen oder sich auf den Drahtesel schwingen, um ins Grüne zu fahren - in diesen Corona-Zeiten am besten alleine oder zu zweit, aber nicht in Gruppen. Die Bewegung stärkt jedenfalls die Abwehrkräfte, die wir jetzt so dringend benötigen.

Bodenfrost bis minus elf Grad

Mangels Ausgeh-Möglichkeiten werden wir die Nächte wohl ohnehin zuhause verbringen, auch wenn es nicht zu einem Ausgehverbot kommen sollte. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte sich winterlich anziehen. Bis minus fünf Grad kalt wird die Nacht zum Sonntag, am Boden werden stellenweise nur noch acht Grad gemeldet. Zur Nacht auf Montag erwartet der DWD in unserer Region sogar strengen Bodenfrost bis zu minus elf Grad!

Frostsicher wird es laut der Prognosen die ganze kommende Woche nicht sein. Zum Monatsende ist es nicht einmal ausgeschlossen, dass noch die eine oder andere Flocke herabrieselt. Mit zweistelligen Höchstwerten ist es auch erst einmal vorbei, solange die einigermaßen zuverlässige Vorhersage bis in die zweite Wochenhälfte. Aussichten, die vielleicht den Aufenthalt im gemütlichen Zuhause als nicht die schlechteste Option erscheinen lassen.