Die nächsten Tage werden in Berlin frühlingshaft und sonnig. Foto: imago images/Christian Spicker

Gerade noch zitterte sich Deutschland durch den Blitz-Winter, ächzte unter der Schneewalze – doch nun ist es mit den kalten Temperaturen endgültig vorbei, prognostizieren Meteorologen. Und nicht nur das: Dominik Jung, Klima-Fachmann bei wetter.net, warnt sogar vor einer winterlichen Hitzewelle. KURIER verrät, wie das Wetter in den kommenden Tagen wird.

Wer Kälte nicht mag, erlebt an diesem Wochenende buchstäblich sein Frühlings-Wunder! Denn der Winter scheint endgültig Geschichte zu sein. „Der Februar macht eine Kehrtwende um 180 Grad und mutiert zum ultimativen Frühlingsmonat. Es wird in den kommenden Tagen deutlich wärmer. Die Höchstwerte liegen überall über 10, verbreitet sogar über 15 Grad. Vereinzelt sind auch 20, 21 oder 22 Grad drin“, teilt Dominik Jung von wetter.net mit.

Nach der sibirischen Kälte kommt die Kanaren-Hitze

Der Grund: Von den Kanaren über Spanien und Frankreich komme warme Luft bis nach Deutschland gezogen, die sibirische Kälte werde damit aus unserem Land vertrieben. Jung: „Überall tauen wir nun auf - in Mitteleuropa, aber auch in Osteuropa.“ Die warmen Tage kämen dabei ohne Niederschlag aus, ein stürmischer und nasser Frühling bleibt also vorerst aus. Ein Hochdruckgebiet bringe überall Frühlingswetter vom feinsten.  Bis Ende Februar werde die Wärme Bestand haben, auch wenn es ab dem kommenden Freitag wieder etwas kühler werden könnte. 

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Allerdings wird das Wetter auch anstrengend – laut Jung könne man die Temperaturen schon als winterliche Hitzewelle bezeichnen. Den Begriff verwende man zwar eigentlich bei Temperaturen von mehr als 30 Grad – im Vergleich zu den Temperaturen, die sonst im Februar herrschten, seien 20 bis 22 Grad aber schon überaus viel.

„Die Rekordwerte für Februar liegen bei 24,5 Grad, gemessen am 26. Februar 1900, also vor 121 Jahren.“ Das sei schon lange her. „An diesen Wert werden wir in den kommenden Tagen eher nicht herankommen. Allerdings werden regional durchaus Temperaturrekorde für die Jahreszeit fallen“, sagt Jung. Vermutlich werde es auch vorerst warm bleiben – zumindest für Anfang März sei kein erneuter Wintereinbruch in Sicht.