Bis zu 16 Zentimeter Neuschnee gab es in der Nacht zum Sonnabend in Baden-Württemberg.
Bis zu 16 Zentimeter Neuschnee gab es in der Nacht zum Sonnabend in Baden-Württemberg. imago/Daniel Englert

Nachdem Deutschland recht mild in ein neues Jahr startete, sogar eine der wärmsten Silvesternächte aller Zeiten erlebte, zieht nun nach und nach der Winter ein – nur wenige hätten wohl damit gerechnet, dass es nochmal bitterkalt werden könnte. Und doch gehen manche Prognosen sogar davon aus, dass uns nach der Schnee-Walze, die am Wochenende aus dem Osten herangezogen kommt, sogar ein arktischer Winter drohen könnte! Was ist dran an den Vorhersagen?

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Erst einmal steht Schnee auf dem Programm – am Wochenende sogar bis in tiefe Lagen. Am Freitag gab es bereits Schnee in Teilen von Süddeutschland, im Süden von Nordrhein-Westfalen und in Teilen Bayerns. Und nun? Ist der Osten dran! „Am dem Samstagabend zieht ein neues Schneetief auf, aus Osteuropa“, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung von Wetter.net in seiner aktuellen Prognose.

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Wetter-Prognose: Berlin wird am Wochenende von Schneefällen erwischt

Berlin werde davon erwischt, Brandenburg, aber eigentlich der komplette Osten Deutschlands bis hinunter nach Sachsen. Am Abend soll es anfangen zu schneien. „Das Schneefallgebiet wandert dann in der Nacht zum Sonntag ganz langsam weiter in die Mitte Deutschlands“, sagt Jung. Dann sind auch andere Bundesländer betroffen, können sich über Flocken bis in tiefe Lagen freuen.

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Im Schwarzwald gab es bereits dichte Schneefälle. Was bringt das Wetter in den kommenden Tagen?
Im Schwarzwald gab es bereits dichte Schneefälle. Was bringt das Wetter in den kommenden Tagen? dpa/Philipp von Ditfurth

Auch am Sonntagmittag soll dann Schnee fallen – „und auch der Sonntagabend bringt immer noch Schnee“, sagt Jung. Durchaus könne es 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee geben. „Auf den höher gelegenen Straßen geht fast gar nichts mehr – aber auch bis runter auf 200, 300 Meter kann es wirklich kräftigen Schneefall geben. Da ist das Verkehrschaos natürlich inklusive.“

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Das Europäische Wettermodell geht inzwischen von teilweise gigantischen Schneehöhen aus, die erreicht werden könnten. Bis zum Monatsende könnte es teilweise einen Meter Neuschnee geben, etwa im Erzgebirge - aber auch in anderen Regionen wie im Harz sollen mehr als ein Halber Meter Schnee möglich sein, erklärt Dominik Jung. Das amerikanische Wettermodell geht hingegen von weniger Schnee aus.

Teilweise sei sogar Eisregen möglich. Allerdings gibt es auch schlechte Nachrichten für Schnee-Liebhaber: Eine dauerhafte Schneedecke wird es trotz vieler Flöckchen vermutlich nicht geben, denn die Temperaturen werden weiterhin im Plus-Bereich liegen – was vom Himmel kommt, taut also schnell wieder weg.

Wetter im Februar: Mitte des Monats soll es wieder milder werden

Und wie wird der Februar? „Es war ja schon die Rede von einem Zusammenbruch des Polarwirbels, viel Kälte sollte kommen – aber das Gegenteil ist eher der Fall“, sagt Jung. Es bleibe anfänglich beim nasskalten Wetter, zur Monatsmitte sieht es hingegen wieder so aus, als würde es etwas milder werden. „Was man nicht erkennen kann, ist ein heftiger Absturz nach unten.“ Ein arktischer Winter, wie er bereits angekündigt wurde, steht also offenbar nicht mehr vor der Tür.

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Zumindest in Teilen Deutschlands gab es am Freitag bereits das angekündigte Verkehrschaos. In Bayern ereigneten sich nach Polizeiangaben im Laufe des Freitagabends auf der A94 Richtung München neun Unfälle mit sechs Leichtverletzten. In fast allen Fällen gerieten die Fahrzeuge bei dem für das Wetter zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern. In Südhessen wurden bei Autounfällen vier Menschen leicht verletzt. Das Polizeipräsidium in Darmstadt zählte demnach insgesamt etwa 20 Unfälle.