Auch in Berlin wird es in den nächsten Tagen schmuddelig. Fotos: dpa/Wolfgang Kumm, Imago/Christian Ohde, KURIER

Nach all den Corona-Problemen hätten wir in diesem Jahr einen prallen Sommer wahrlich verdient – doch wer auf schöne Hitze-Tage am Strand hofft, der muss sich leider noch gedulden. Laut Wetter-Experten stecken wir momentan nämlich mittendrin in einer eingefahrenen Großwetterlage. „Wir sind umzingelt von vielen Tiefdruckgebieten. Natürlich kann sich die Wetterlage auch irgendwann mal wieder umstellen, allerdings ist heute nicht erkennbar, WANN das sein wird“, heißt es in einer Mitteilung von wetter.net. Es könnte demnach sogar sein, dass es nun auch im Juni zu kalt wird

„Die langfristigen Prognosen des europäischen Wettermodells sehen die kühlen Luftmassen sogar bis in den Juni hinein“, warnt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Auch die erste Juniwoche soll zu kalt ausfallen. Legt der meteorologische Sommer einen Fehlstart hin? Das ist gut möglich.“ Einen Vorgeschmack gibt es momentan: Nach den letzten Hitze-Tagen, die vielen auch gesundheitlich zu schaffen machten (hier gibt es KURIER-Tipps gegen Wetterfühligkeit!), ist es am Mittwoch wieder frisch in Berlin.

Trübe Wetter-Aussichten: Es bleibt bis zum Monatsende überall nass

Und so geht es weiter! „Die Prognosen reichen mittlerweile bis Monatsende und alles was man sieht ist nass, nass und nochmal nass. Der tiefe Luftdruck überwiegt, mindestens bis Pfingsten, und wohl auch noch länger“, heißt es. „Topwerte über 20 Grad sind eher die Seltenheit, meist dümpeln die Tageswerte um 15 Grad rum. Einen weiteren Sommertag mit Werten um oder über 25 Grad wird es wohl nicht mehr geben. Schon das lange Christi Himmelfahrtswochenende wird regional richtig nass werden.“

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Für Wetter-Experte Dominik Jung ein Trauerspiel. „Das schöne Frühlingswetter macht sich rar. Wir hatten den kältesten April seit 40 Jahren, aber auch einen der trockensten April-Monate sehr Jahren. Immerhin gibt es jetzt im Mai endlich mal Regen. Aber das ist oft leider nur Starkregen und der kann im Erdboden kaum versickern.“ Der Meteorologe warnt deshalb vor Hochwasser!

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

„Der vielfach trockene und harte Boden kann diese kurzfristig sehr hohen Regenmengen einfach nicht aufnehmen und so fließt vieles davon direkt ab in Bäche und Flüsse. Regional besteht in den kommenden 7 Tagen sogar Hochwassergefahr bzw. die Gefahr kleinräumiger Überschwemmungen.“

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Im Osten Deutschlands sollen in den kommenden Tagen bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Wie lange diese Phase anhält und wie lange es danach frisch bleibt, ist unklar. Nächste Woche sollen die Temperaturen auf maximal 18 Grad steigen, kühl für den Mai. Jung: „Wirklich schön wird das Wetter nur selten sein. Längere warme und freundliche Phasen sind bis Monatsende eher die Ausnahme. In den Alpen fällt heute und morgen sogar wieder Schnee, zumindest in den Hochlagen. Wir befinden uns ja auch mittendrin im Zeitraum der Eisheiligen.“