Laut Meteorologe Dominik Jung soll es auch in den kommenden Tagen und Wochen regnerisch werden - und auch für Berlin sind Gewitter angekündigt Fotos: Imago/Photothek, Imago/Christian Ohde

Das Wetter-Chaos ist in diesem Jahr kaum noch zu übertreffen! Noch immer ist es viel zu kühl, doch jetzt kündigte sich auch für Berlin und Brandenburg eine extreme Hitzewelle mit bis zu 45 Grad an. Doch nun raubt uns Wetter-Experte Dominik Jung erneut die Hoffnung auf den Sommer. Denn: Zuerst beschert uns Tiefdruckgebiet Nathan, „Nathan, der Feuchte“, erneute Schauer – und die Prognose für den Juni sieht noch dazu unglaublich düster aus …

Kann das Wetter noch schlimmer werden als bisher? Die Antwort lautet: Ja! Denn während es über Pfingsten teilweise wieder mehr als 20, teilweise bis zu 24 Grad gab, soll es nun wieder rapide bergab gehen. Schon am Dienstagmorgen ist das Wetter wieder durchwachsen. „Viele Wolken, immer wieder Regenschauer – das schöne, trockene, freundliche Wetter im Osten ist auch vorbei“, sagt Meteorologe Dominik Jung. Im Laufe des restlichen Tages soll es dann sogar Regen, Gewitter, kleinkörnigen Hagel und Sturmböen geben. Und das kurz vor Beginn des ersten Sommermonats!

Auch in Berlin und Brandenburg mit Schauern und Gewittern soll es Gewitter geben, warnt der Deutsche Wetterdienst. Trotz kurzer sonniger Abschnitte am Dienstag ziehe eine dichte Wolkendecke auf. Vor allem ab Mittag komme es immer wieder zu Niederschlägen. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 17 Grad. Am Mittwoch werden weiterhin viele Wolken am Himmel über Berlin und Brandenburg erwartet, die im Tagesverlauf für Schauer und Gewitter sorgen. Bei Temperaturen bis zu 17 Grad kommt es den DWD-Meteorologen zufolge immer wieder auch zu Windböen aus Südwest. Auch am Donnerstag ändern sich die Aussichten nicht. Ungemütliches Wetter und Temperaturen zwischen 14 und 17 Grad sorgen für nasses Grau.

Längere sonnige Phasen sind in den kommenden Tagen und Wochen die Ausnahme

Längere sonnige Phasen seien auch in den kommenden Tagen die Ausnahme, sagt Dominik Jung. Auf dem Thermometer geht’s auf maximal 12 bis 16 Grad – wer sich über die Pfingsttage nicht gesonnt hat, hat also etwas verpasst. Ein „dicker Kälte-Klecks“ liegt ab Dienstag wieder über Mitteleuropa, verglichen mit dem langjährigen Klimamittel von 1979 bis 2010. „Schmuddelwetter, Schauerwetter, Regenschauer und Gewitter“, kündigt Dominik Jung an. „Und auch am 29. Mai gibt es immer noch das Kälte-Loch.“ Bis zum Ende des Monats sei also keine deutliche Erwärmung in Sicht.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Und es wird noch schlimmer: Auch Anfang Juni steht noch kein Sommer auf dem Programm, wenn man der Ensemblevorhersage glaubt. „Ein paar Ausreißer sehen auch mal 30 Grad kommen, aber das sind nur Ausreißer.“ Zugleich gebe es immer wieder kräftige Niederschläge – Dominik Jung rechnet eher mit schwül-warmem Wetter mit regelmäßigem Regen.

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Und dann? Die Juni-Vorhersage vom europäischen Wettermodell lässt nichts gutes erahnen. „die erste Juniwoche dürfte in ganz Deutschland deutlich zu kühl ausfallen. Die Woche drauf wird es im Norden weiterhin zu kühl.“ Im Rest des Landes werde es dann ein bisschen wärmer, aber für das Gefühl sei es trotzdem zu kühl. Und Ende Juni kommt plötzlich wieder reichlich blaue Farbe aus dem Osten – es kommt also wieder kalte Luft zu uns. „Das sind keine guten Aussichten für alle, die sich etwas Wärme erhoffen.“