In Westdeutschland gab es bereits Schäden durch Unwetter - und auch heute könnte es in weiten Teilen Deutschlands stürmisch werden. Fotos: dpa/Thomas Frey, Imago/Christian Ohde, wetter.net

Es ist das Jahr der schnellen Wetter-Wechsel: Während wir uns vor etwa einer Woche noch über das kalte und nasse Wetter im Wonnemonat Mai beklagten, erschlägt uns nun die große Hitze! Am Mittwoch und Donnerstag kratzten die Temperatur-Werte nun schon an der 30-Grad-Marke, das schwülwarme Wetter machte auch in Berlin vielen zu schaffen. Am Abend zogen dann in Westdeutschland die ersten heftigen Unwetter auf – und auch an den kommenden Tagen soll es gefährlich werden, warnt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

„Der Tropensommer gibt alles. Binnen nur sieben Tagen sind wir aus dem kalten Mai direkt in den Sommer gerauscht und das nicht zu knapp. Topwerte bis 30 Grad, dazu eine große Schwüle in einigen Landesteilen und heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Zum Teil gab es schon etliche Unwetterschäden“, sagt der Wetter-Experte.

Lesen Sie auch: Überflutungen, umgestürzte Bäume, riesige Hagelkörner: Schweres Unwetter am Mittelrhein >>

Das Chaos-Wetter soll sich mit weiteren Stürmen fortsetzen

Und heute soll sich das Chaos-Wetter fortsetzen: „Die Luftmassen sind sehr schwül. Tief Peter bringt weitere Unwetter. Besonders der Westen und die Mitte sind betroffen. Also bitte die Wetter- und Unwetterwarnungen gut im Blick behalten.“

In seinem aktuellen Wetterbericht warnt Dominik Jung auch vor Schlammlawinen.

Video: Youtube

Auch der Wetter-Ausblick auf die nächsten Tage sieht noch leicht wirr aus. Die Temperaturen bleiben sommerlich, steigen auf bis zu 28 Grad an – immer wieder grätschen aber auch Gewitter und Schauer in den Wohlfühl-Sommer. Jung: „Mal sehen, ob es ab der Monatshälfte dann wieder kühler oder noch wärmer wird. Da sind sich die Wettermodelle derzeit total unsicher.“

Lesen Sie dazu auch: Problem Wetterfühligkeit: Plötzlich Frühling! So schlägt der Wetter-Wechsel nicht auf die Gesundheit >>

Laut europäischem Wettermodell gibt’s zwischen 22 und 28 Grad, das US-Wettermodell hält dagegen, prognostiziert höchstens 15 Grad. Jung: Es bleibe also spannend. „Zunächst stehen uns aber weitere schwülwarme Tage ins Haus. Das Unwetterpotenzial bleibt in einigen Regionen sehr hoch“ warnt Wetterexperte Jung.