Stubentiger freuen sich gewiss über zusätzliche Spieleinheiten. Foto: Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft

Wenn die Vorhersagen der Gesundheitsexperten stimmen, werden bald womöglich Tausende Menschen unter Quarantäne gestellt – ob sie wollen oder nicht. In einem Großteil der Fälle wird diese Maßnahme glücklicherweise vorbeugend sein, das bedeutet, man ist nicht krank. Dennoch heißt es: 14 Tage in den eigenen vier Wänden, die Wohnung, das Haus oder den eigenen Garten verlassen ist unter Strafe verboten (siehe oben). Aber was macht man dann eigentlich die ganze Zeit?

Abseits von teils übertriebener Panikmache hier  ein paar Tipps und Ideen, wie man die Quarantäne einigermaßen sinnvoll verbringen kann. Gehören Sie auch zu den Menschen, die Tausende von Fotos auf ihrem Telefon haben, die sie eigentlich nicht mehr brauchen? Dann nutzen Sie die zwangsfreie Zeit - und löschen Sie ihre alten oder gedoppelten Bilder. Schwingen Sie den Kochlöffel und zaubern endlich mal wieder zeitintensive Gerichte wie 36 Stunden durchgezogenes Gulasch oder Sauce Bolognese.

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Aufräumen und ausmisten

Wo gibt es die passenderen Serie für mich? Amazon Prime, Netflix oder doch eher Disney Channel? Jetzt haben Sie die Zeit, die jeweiligen Angebote genau zu studieren. Jeder hat dieses eine, besonders dicke Buch zuhause, das seit Jahren unangetastet im Bücherschrank verstaubt. Holen Sie es hervor. Auch der durchschnittliche Kleiderschrank beherbergt das ein oder andere Klamottenstück, dass garantiert nie wieder getragen wird. Raus damit!

Tipps für die Lebensmittel-Versorgung und für den Zeitvertreib zu Hause

Die Anordnung einer Hausquarantäne ist keine Bitte. Wer vom Gesundheitsamt in die eigenen vier Wände verbannt wird, muss spuren. Der Verstoß kann mit Geldstrafen oder mit bis zu fünf Jahren Haft  geahndet werden. Wird eine Hausquarantäne verhängt, dürfen Infizierte und Verdachtsfälle ihre Wohnung für mindestens 14 Tage nicht verlassen. Auf diesen Fall kann man sich vorbereiten. Für eine ausreichende Versorgung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine Liste der wichtigsten Lebensmittel erstellt. Die Empfehlungen gelten für eine Person und für eine Dauer von zehn Tagen. Das heißt, man muss bei Bedarf mehr kaufen.
Die Liste umfasst: 20 Liter Wasser, 3,5 Kilo Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis, 4 Kilo Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder Dosen, 2,5 Kilo Obst und Nüsse, 2,6 Kilo Milch und Milchprodukte, 1,5 Kilo Fleisch, Fisch und Eier sowie 360 Gramm Fette und Öle. Bei Nachschub-Bedarf müssen Angehörige etwas vorbeibringen. Aber: Den Einkauf bitte nur vor die Tür stellen!

Für Hausbesitzer gibt es nun keine Ausrede mehr, um die Einfahrt endlich von nervigem und wild wucherndem Unkraut zu entfernen. Greifen Sie wie in alte Zeiten zum Telefonhörer und plaudern Sie (gern auch stundenlang) mit den Menschen, für die sie sonst nur wenig Zeit haben – Großmütter, entfernte Tante, alte Freunde.

Strom- oder Handyverträge, dazu auch gerne eine ganze Reihe von Versicherungen. Jetzt ist die Zeit zu checken, ob ihre Verträge noch zu Ihren Lebensgewohnheiten passen. Oder ob es möglicherweise auch günstiger geht. Auch die Steuererklärung macht sich nicht von selbst. Altes Spielzeug, das ein trauriges Dasein fristet, weil es in der hintersten Ecke im Schrank oder seit Monaten unter dem Bett verstaubt. Misten Sie das Kinderzimmer aus – der nächste Flohmarkt kommt bestimmt, sobald die Hochphase der Ansteckungsgefahr vorbei ist.

Partnerschaft in Quarantäne

Ihre befellten oder gefiederten Freunde, egal ob Katze, Kaninchen oder Wellensittich freuen sich garantiert, wenn Herrchen und/oder Frauchen plötzlich viel mehr Zeit als sonst für sie haben. Spielen Sie mit ihren Tieren was das Zeug hält – oder bringen Sie ihrem Hund ein neues Kunststückchen bei.

Jetzt ist die Zeit, um Finanzkram zu erledigen. Foto: dpa/Arno Burgi

Ganz wichtig: Achten Sie in einer Partnerschaft darauf, dass trotz der Quarantäne-bedingten räumlichen Nähe weiterhin jeder Zeit und Platz für sich hat. Da darf die Zimmertür nach vorheriger Absprache auch einen Tag geschlossen bleiben. Nicht umsonst geraten viele Paare im Urlaub in Streit.

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Und in China, in der schon seit Wochen strenge Quarantäne-Regeln gelten, ist die Scheidungsrate förmlich explodiert. Bleiben Sie also ruhig und besonnen. Denn das Leben geht nach der Quarantäne ganz normal weiter.