Superstar Brad Pitt zeigt sich am Dienstag auf einer Terrasse der Akademie der Künste am Brandenburger Tor.
Superstar Brad Pitt zeigt sich am Dienstag auf einer Terrasse der Akademie der Künste am Brandenburger Tor. dpa/Christoph Soeder

In der Pandemie machte sich Hollywood verständlicherweise rar in Berlin. Jetzt geben sich die Megastars hier wieder die Klinke in die Hand. Am Montag war Ryan Gosling (41) im Zoo-Palast zu Gast. Für die Premiere seines Netflix-Films „The Gray Man“. Noch am Montagabend segelte dann auch Brad Pitt (58) in Berlin ein. Der Superstar stellte an der Spree seinen neuen Streifen „Bullet Train“ vor.

Es ist schon interessant, zu sehen, wie unterschiedlich Brad Pitt sein Publikum weltweit bedient. In Paris zeigte sich Pitt den „Bullet Train“-Fans in einem ziemlich exzentrischen Sommeranzug aus melonenfarbenem Jersey. In Berlin trug er am Dienstagmittag im Hotel Adlon die feine Variante eines Jogginganzugs: Dieses Mal ging die Farbe eher in Richtung Rosa mit Aubergine. Zur Premiere abends im Berliner Zoo-Palast erschien Brad Pitt dann im Rock.

Pitt stellte sich mittags den Fragen der Hauptstadtpresse, wobei sich im Wesentlichen natürlich alles um den neuen Film „Bullet Train“ drehte, der am Dienstagabend im Zoo-Palast Deutschland-Premiere feiern sollte. Der US-Schauspieler war mit Joey King, Aaron Taylor-Johnson, Brian Tyree Henry sowie Produzentin Kelly McCormick und Produzent und Regisseur David Leitch in Berlin angekündigt worden und hatte sichtlich gute Laune. Das hat seinen Grund.

Brian Tyree Henry (l.) als Lemon und Brad Pitt als Ladybug in einer Szene des Films „Bullet Train“
Sony Pictures/Scott Garfield/dpa
Brian Tyree Henry (l.) als Lemon und Brad Pitt als Ladybug in einer Szene des Films „Bullet Train“

Pitt kennt in Berlin viele Leute, er hat hier in den Nullerjahren mal zusammen mit Angelina Jolie und den gemeinsamen Kindern für einige Monate gewohnt, in der Zeit sind viele Freundschaften entstanden. Er ist immer gern nach Berlin zurückgekehrt.

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Brad Pitt hat in Berlin viele Freunde

Zur Premiere im Berliner Zoo-Palast erschien Brad Pitt dann im Rock.
Zur Premiere im Berliner Zoo-Palast erschien Brad Pitt dann im Rock. dpa/Christoph Soeder

Die zwei Stunden und sieben Minuten lange Actionkomödie „Bullet Train“ von Regisseur David Leitch soll am 4. August in die Kinos kommen. Corona hatte den Drehplan mehrfach umgeworfen. Pitt spielt darin einen Auftragsmörder mit Codenamen Ladybug. Als er in Japan eine neue Mission erfüllen soll, trifft er in einem Zug auf eine Reihe anderer Auftragskiller, deren Geschichten kunstvoll miteinander verwoben sind.

„In dem Film, der meiner Meinung nach wirklich lustig ist, gibt es diese unterschwellige Botschaft von Schicksal“, sagte Pitt am Dienstag in Berlin. „Und dass wir alle auf irgendeine Weise Agenten des Schicksals sind.“ Er neige dazu, das zu glauben, streite aber viel mit sich. Er wisse nicht, wie viel Schicksal sei oder wie viel persönlicher Wille. „Ich denke, dass beide im Spiel sind“, so Pitt und fügte hinzu: „Nur, weil ich keine bessere Antwort habe.“

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Das klingt ein bisschen verklausuliert, aber zu viel vom Film soll ja auch nicht verraten werden. Schade, dass der Weltstar, der ein Zimmer im Soho House (Mitte) bezogen hatte, schon am Dienstagabend wieder abdüsen wollte. Berlin ist ihm momentan wohl einfach zu heiß.