Das Freibad in Kreuzberg geht in die Verlängerung und hat noch bis zum 13. September geöffnet.   Foto: imago images/Emmanuele Contini

Es wird draußen langsam kälter, doch der Sommer macht noch lange nicht Schluss. Am Donnerstag  wird es laut den Experten von wetter.net noch mal sonnig und richtig warm. Eine ähnliche Prognose wird am Sonntag erwartet. Das Thermometer klettert dann auf 19 Grad.  In der kommenden Woche kommt sogar etwas Hitze zurück: Über 25 Grad und Sonne sagen die Wetterexperten voraus. „Wir können uns auf ein paar spätsommerliche Tage freuen“, sagt Meteorologe Dominik Jung zum KURIER.

Etliche Freibäder und Strandbäder haben deswegen auch im September offen: Nach Information der Berliner Bäder-Betriebe bleibt das Strandbad Wannsee noch bis einschließlich Sonntag geöffnet. Bis einschließlich 13. September empfangen die Sommerbäder Neukölln, Wilmersdorf, Humboldthain und das Prinzenbad in Kreuzberg noch Badegäste. Das Sommerbad in Gropiusstadt und das Bad am Insulaner können noch in der ersten Septemberwoche besucht werden.

Auch die Strandbäder an den Berliner Seen beenden noch nicht die Saison. So bleibt das Strandbad Weißensee noch den ganzen September offen, wie Betreiber Alex Schüller versichert. Montag und Dienstag sind aber als Ruhetag vorgesehen. Von Mittwoch bis Sonntag kann im Weißen See bis 19 Uhr geplantscht werden. Das Strandbad Plötzensee in Wedding hat ebenso vor, den ganzen September noch durchzuhalten. Geöffnet ist das Bad täglich von 9 bis 19 Uhr. Bis zum 13. September bleibt das Seebad Friedrichshagen noch offen, täglich von 10 bis 19 Uhr. Das Strandbad Lübars will die nächsten vier Wochen durchhalten und die Badesaison erst am 26. September mit einer Schlagerparty abschließen.

Es liegt auf der Hand, dass Freibäder wegen der Corona-Krise immense Verluste gemacht haben. Auch deswegen möchten die Betreiber jetzt den Spätsommer auskosten. Die Berliner Bäder-Betriebe rechnen diese Saison mit einem Minusgeschäft von 3,4 Millionen Euro. Auch die Pächter am Weißen See und in Friedrichshagen sprechen von einem Minusgeschäft. „Ob wir die Corona-Krise überhaupt überleben, können wir jetzt noch gar nicht sagen. Das zeigt sich erst im nächsten Jahr“, sagt Tobias Apelt, Betreiber vom Seebad in Friedrichshagen. Zusammen mit anderen Pächtern hatte Apelt bereits im Juni in einem offenen Brief Hilfe vom Berliner Senat gefordert (KURIER berichtete). Die Betreiber baten darum, dass ihnen die Pacht erlassen und die Pachtverträge verlängert werden.