Seit dem 18. November herrscht gähnende Leere auf den Wegen des Zoos. Von Heiligabend an aber darf er wieder öffnen.
Seit dem 18. November herrscht gähnende Leere auf den Wegen des Zoos. Von Heiligabend an aber darf er wieder öffnen. dpa/Monika Skolimowska

Wenn das kein Weihnachtsgeschenk ist: Der Zoo darf vom 24. Dezember an wieder öffnen. Das teilten die für das Veterinäraufsicht von Mitte zuständige Stadträtin Almut Neumann (Grüne) und der Zoo mit. Der Garten war am 18. November geschlossen worden, nachdem ein „Hammerkopf“ wenige Tage zuvor an Vogelgrippe gestorben war.

Die Öffnung geht allerdings mit Vorsichtsmaßnahmen einher: Beim Betreten und Verlassen des Zoogeländes müssen Besucher über die am Eingang ausgelegten Matten mit Desinfektionsflüssigkeit gehen. Auf dem Weg zum und im Zoo dürfen keine Vögel berührt werden. Und: Sollten Besucher einen toten Wildvogel auf dem Gelände finden, sollen sie Abstand halten und schnellstens einen Mitarbeiter informieren.

Die große Angst, dass alle Zoo-Vögel sterben müssten

Nach der Virusgrippen-Diagnose gab die Befürchtung, dass wegen der Vorschriften für den Fall der hoch ansteckenden Vogelgrippe alle rund 1200 Vögel des Zoos getötet werden müssten. In aller Eile wurden das Federvieh durchgetestet – aber alle Befunde waren negativ.

Ein Hammerkopf war am 13. November im Zoo gestorben, bei der Untersuchung des Kadavers wurde die schreckenerregende Todesursache gefunden: Vogelgrippe.
Ein Hammerkopf war am 13. November im Zoo gestorben, bei der Untersuchung des Kadavers wurde die schreckenerregende Todesursache gefunden: Vogelgrippe. imago/Eric Baccega

Jetzt konnte verkündet werden: „Nachdem auch die zweite Testrunde aller Vögel abgeschlossen wurde und auch in dieser Testrunde kein weiterer positiver Fall von aviärer Influenza (Vogelgrippe) festgestellt werden konnte, freut sich das Ordnungsamt Mitte, vertreten durch seine Veterinäraufsicht, den Zoologischen Garten wieder für den allgemeinen Besuchsverkehr pünktlich zu den Feiertagen freigeben zu können.“

Zoo-Direktor Andreas Knieriem äußerte sich „sehr erleichtert“, dankte seinen Mitarbeitern und allen, die den Zoo „in diesen für uns herausfordernden Zeiten“ unterstützt hätten. Die Stadträtin kündigte an, dass in den kommenden Tagen die rechtliche Ausnahmegenehmigung von der Veterinäraufsicht kommen würde, dass die Zoo-Vögel am Leben bleiben dürfen. „Wenn keine gravierenden Erkenntnisse dagegen sprechen.“

Ein bisschen mehr Freiheit für die Vögel im Zoo

Mit der Freigabe ist dürfen auch die allermeisten Vögel wieder aus ihren Ställen raus, die „Aufstallungspflicht“ fällt weg. Nur die Tiere, die mit dem verendeten Hammerkopf in einer Voliere lebten, dürfen weiterhin nicht an die frische Luft. Für sie wird eine dritte Testungsreihe in der ersten Januarwoche notwendig sein.