Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg. Paul Zinken/dpa/Archivbild

An der Berliner Gedächtniskirche ist wenige Stunden nach einer Gedenkfeier für die 13 Opfer des Terroranschlags von 2016 in der Nacht auf Dienstag eine Fernwärmeleitung geplatzt. Es sei massiver Wasserschaden entstanden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage mit. Das Wasser sei über ein Vordach in einen Souvenirshop und einen Ausstellungsraum eingedrungen.

Ein Mega-Wasserschaden entstand nach einem Rohrbruch in der Gedächtniskirche.
Ein Mega-Wasserschaden entstand nach einem Rohrbruch in der Gedächtniskirche. Morris Pudwell

Nächtlicher Einsatz für die Feuerwehr 

Die Feuerwehr stellte den Angaben zufolge die Fernwärmeleitung ab. Verletzt worden sei niemand, hieß es. Der Einsatz dauerte den Angaben zufolge rund drei Stunden.

Aus einer Wasserleitung im ersten Geschoss der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche strömte kochend heißes Wasser auf das Dach eines Souvenirshop am Fuße der Kirche.
Aus einer Wasserleitung im ersten Geschoss der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche strömte kochend heißes Wasser auf das Dach eines Souvenirshop am Fuße der Kirche. Morris Pudwell

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Heißes Wasser war nach dem Rohrplatzer aus der kaputten Leitung gelaufen. Bei der Feuerwehr ging der Notruf um dreiviertel zwei in der Nacht ein, 26 Kräfte rückten zum Einsatz aus. Nach rund zweieinhalb Stunden stellte die Feuerwehr mittels Absperrhahn die Leitung ab. Das ausgelaufene Wasser wurde von den Einsatzkräften entfernt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens sowie die Ursache für das Platzen der Leitung ist noch unklar.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (v.l.), Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Umweltsenatorin Bettina Jarasch nehmen an der Gedenkveranstaltung in der Gedächtniskirche teil. Christophe Gateau/dpa
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (v.l.), Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Umweltsenatorin Bettina Jarasch nehmen an der Gedenkveranstaltung in der Gedächtniskirche teil. Christophe Gateau/dpa Christophe Gateau/dpa

Am Breitscheidplatz wurde am Montagabend der Opfer des Terroranschlags von 2016 gedacht. Zum Jahrestag wurden Kränze niedergelegt und Kerzen angezündet. Bei einem Gottesdienst in der Gedächtniskirche wurde gemeinsam gebetet. Neben Opfern und Angehörigen nahmen Rettungskräfte sowie Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und weitere Politiker teil.

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Vor den Stufen zur Kirche wurden die Namen der 13 Toten verlesen.  Auf den Stufen befindet sich das Mahnmal Goldener Riss. Um 20.02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags von 2016, sollte die Glocke der Kirche 13 Mal schlagen. Bei dem Terroranschlag steuerte der tunesische Islamist Anis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelzug in die Besuchermenge des Weihnachtsmarktes am Breitscheidplatz. Dabei starben zwölf Menschen, über 60 wurden verletzt. Das 13. Todesopfer starb im Oktober 2021 an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Menschen zünden bei der Gedenkveranstaltung zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche Kerzen an. 
Menschen zünden bei der Gedenkveranstaltung zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche Kerzen an.  Christophe Gateau/dpa